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Dienstag, 22. September 2020
   
 

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Börse Stuttgart Marktbericht: Bonds Weekly

Staatlich garantierte Anleihen durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Die deutsche Bundesregierung hat zur Eindämmung der Folgen durch das Coronavirus einen umfassenden Wirtschaftsstabilisierungsfonds aufgelegt.

In dem insgesamt 600 Milliarden Euro umfassenden Fonds sind alleine 400 Milliarden Euro für die Refinanzierung von Unternehmen mit Fremdkapital über den Kapitalmarkt reserviert. Damit soll ein Liquiditätsengpass von besonders durch das Coronavirus betroffenen Unternehmen verhindert werden.

Experten werten den Rettungsfonds als Möglichkeit für Unternehmen, staatlich garantierte Anleihen zu emittieren. Als Blaupause dienen die ergriffenen Maßnahmen in der Finanzkrise 2008 zur Rettung der Finanzinstitute. Damals wurden die Zins- und Rückzahlungen von Finanzinstituten in ähnlicher Weise durch den Staat garantiert. Das von Erfolg gekrönte Modell überträgt die Bundesregierung nun auf betroffene Unternehmen in der Realwirtschaft.

Die Stärkung der Finanzinstitute fällt nicht in dieses Programm. Für die Finanzinstitute hat die EZB bereits andere Maßnahmen beschlossen, um die Liquiditätsbereitstellung für die Realwirtschaft nicht zu gefährden. Der Vorsitzende der europäischen Bankenaufsicht bei der EZB, Andrea Enria, hat zuletzt den europäischen Banken empfohlen, für 2019 und für 2020 keine Dividendenauszahlungen zu tätigen. Zusätzlich sollten auch keine Aktienrückkäufe durchgeführt werden. Dadurch sollen 30 Milliarden Euro an Eigenkapital bei den europäischen Banken zur Liquiditätsstärkung verbleiben.

Für eine Vielzahl von Unternehmen haben die Ratingagenturen in den letzten Tagen und Wochen bereits das Rating heruntergenommen, unter anderem auch für Daimler und Volkswagen, die in der laufenden Woche bereits 3,65 Milliarden Euro aufgenommen haben (siehe Anlegertrends). Damit einhergehend sind die Refinanzierungskosten der betroffenen Unternehmen bereits merklich gestiegen.

Um Anspruch auf die gewährten Garantien durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zu bekommen, müssen die Unternehmen mindestens zwei der drei folgenden Bedingungen erfüllen: Eine Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro, einen Umsatz von mindestens 50 Millionen Euro oder mindestens 250 Beschäftigte. Die Unternehmen müssen zusätzlich eine positive Weiterführungsperspektive nach der Corona-Krise aufweisen. Die Bundesregierung hat die maximale Garantie für die Schuldtitel auf fünf Jahre festgelegt.

Eine Vielzahl von Details zur Beantragung der staatlich garantierten Anleihen sind noch nicht geklärt, etwa die Prämienhöhe für die Garantie. Aus diesem Grund rechnen die Kapitalmarktexperten noch mit einigen Wochen, bevor die ersten garantierten Anleihen oder Schuldscheine am Kapitalmarkt platziert werden.

 


Veröffentlicht am: 03.04.2020

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