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Samstag, 26. September 2020
   
 

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Das Wachstum kehrt zurück

... so die Unigestion-Marktanalyse

Fragen an Florian Ielpo, Leiter Makro-Research beim schweizerischen Vermögensverwalter Unigestion.

Sie schreiben in Ihrem aktuellen Kommentar, dass das Wachstum zurückkehrt. Was macht Sie da so sicher?
Florian Ielpo:
Wir sehen aus verschiedenen Richtungen entsprechende Signale. Da ist zum einen unser hauseigener Growth Nowcaster. Er hat seit Ende Mai 60 Prozent seines Rückgangs aufgeholt. 78 Prozent der Daten, die in unseren Indikator einfließen, haben sich verbessert. Das Bild wird von externen Datenquellen bestätigt. So konnten die Überraschungsindizes ebenso zulegen, wie die Welthandelsindikatoren. Der Baltic Dry Index etwa ist seit seinem Tiefpunkt um 400 Prozent gestiegen. Abgerundet wird das Bild von der Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten. Die Preise für die WTI-6-Monats-Futures sind um 80 Prozent gestiegen, die Kupferpreise haben sich von ihren Tiefständen um 40 Prozent erholt.

Sieht der Markt das genauso?
Florian Ielpo:
Nein, die meisten Anleger sind von der Entwicklung noch nicht überzeugt. Und das ist ja auch kein Wunder, denn die Prognosen der meisten Ökonomen sind immer noch auf Halbmast. Die Fed erwartet für 2020 für die USA ein Wachstum von -6,5 Prozent, der IWF sogar nur -8. Allerdings berücksichtigen diese Prognosen unserer Meinung nach nicht ausreichend die Wirkung der Fiskalpakete und die Anzeichen der Erholung.

Aber sind die Bewertungen nicht schon zu hoch?
Florian Ielpo:
Schauen wir uns die Aktienrisikoprämie im S&P 500 an. Sie ist kurz vor der Krise auf 4,36 Prozent angestiegen und hat sich seitdem nur geringfügig bewegt. Mit etwa 4 Prozent liegt sie derzeit auf dem Niveau von Januar 2009. Wenn sich die langfristigen Zinsen nicht ändern, könnte die Risikoprämie um ein Prozent schrumpfen.

Risiken gibt es aus Ihrer Sicht also keine?
Florian Ielpo:
Ein Risiko liegt in einem möglichen Zinsanstieg. Ein Zinsanstieg von einem Prozent könnte die Erholung beeinträchtigen. Auch die anstehende Gewinnsaison oder die Präsidentschaftswahlen könnten die Märkte mittelfristig erschüttern. Aber der entscheidend Faktor im Moment ist unserer Meinung nach, das Ausmaß und Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung die Anleger weiterhin kalt lässt. Wir gehen davon aus, dass das nicht lange anhalten wird.

 


Veröffentlicht am: 15.07.2020

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