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Mittwoch, 21. April 2021
   
 

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Die große Schwemme

Ein historischer Angebots- und Nachfrageschock am Ölmarkt

(Tilmann Galler, Global Market Strategist) Steigende Fördermengen und der Zusammenbruch der Nachfrage aufgrund der COVID-19-Pandemie verursachen ein beispielloses Überangebot am Ölmarkt. Das führt dazu, dass wir gegenwärtig einen extremen Angebots- und Nachfrageschock erleben, der die Ölpreise auf ein Mehrjahrestief geschickt hat.

Bei den derzeitigen Produktionsmengen wird die globale Kapazität der Öllager bis zum Ende des zweiten Quartals voll ausgeschöpft sein. Diese Situation übt bereits jetzt Preisdruck an den Förderquellen aus, wo es den Produzenten immer schwerer fällt, ihre Fördermengen abzusetzen. Demzufolge haben Energieaktien an den globalen Aktienmärkten im bisherigen Jahresverlauf die schlechteste Performance vorgelegt, und die Credit Spreads bei Energiegesellschaften ohne Investment Grade haben sich dramatisch ausgeweitet. Beides signalisiert die zunehmende Sorge um die Solvenz des Sektors.

Die führenden ölproduzierenden Länder haben sich jetzt auf eine Senkung der Fördermengen geeinigt, um die Krise abzuwenden. Aber wird ihr Handeln ausreichen, um den Ölmarkt ins Gleichgewicht zu bringen? Und welche Auswirkungen ergeben sich für Anleger?

Beispielloser Rückgang der Ölnachfrage

Die COVID-19-Pandemie hat weltweit zu rigorosen Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Virus geführt. Reisebeschränkungen, Social Distancing und Ausgangssperren haben die globale Nachfrage nach Öl im ersten Quartal 2020 gegenüber dem ersten Quartal 2019 um schätzungsweise 5,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) reduziert. Diese Situation dürfte sich im zweiten Quartal noch weiter verschärfen.

Der stärkste Einbruch der Ölnachfrage wird im April und Mai erwartet, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 20 mb/d. Selbst in einem Szenario, in dem die globalen COVID-19-Beschränkungen schrittweise bis Ende Mai aufgehoben werden, schätzen die US-Energiebehörde Energy Information Agency (EIA) sowie die International Energie Agency (IEA) den Nachfrageverlust bei Öl für das Jahr 2020 auf 5,2 mb/d bis 9,3 mb/d. Einblick in die Dimension dieser Zahl bietet der Vergleich mit dem Jahr 2009, dem Jahr der letzten globalen Rezession, in dem die Ölnachfrage um 0,8 mb/d sank.

 


Veröffentlicht am: 03.05.2020

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