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Dienstag, 20. November 2018
   
 

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Frisch vermählt ist halb verschuldet?

Berliner Forderungsmanager gibt Finanztipps für Heiratswillige



Der Mai ist der Monat der Heiratswilligen, jetzt beginnt die Hochzeitssaison: Deutschlandweit geben sich laut Destatis von Mai bis September 50 Prozent mehr Paare das Ja-Wort als in den restlichen sieben Monaten des Jahres. Und der schönste Tag im Leben darf dann durchaus etwas kosten: Laut einer repräsentativen Umfrage vom März 2016 geben die Deutschen im Schnitt rund 6.500 Euro* für das Hochzeitsfest aus.


„Da ist man schnell ganz tief im Dispo, viele Brautpaare verschulden sich sogar fürs Heiraten”, beobachtet Andreas Sonnleitner, Business Development Manager bei KRUK Deutschland – einem der größten Forderungsmanager Europas. „Um ihre Traumhochzeit zu finanzieren, würde rund ein Drittel der Heiratswilligen einen Kredit aufnehmen. Dabei ist die Eheschließung doch der Start in ein gemeinsames Leben und sollte nicht mit einem Schuldenberg beginnen“, so Sonnleitner, selbst seit 5 Jahren glücklich verheiratet.

Zu den größten Kosten einer Hochzeit gehören Veranstaltungsort und Bewirtung der Gäste, Ausstattung wie Brautkleid, Anzug, Schuhe und Accessoires, Make-Up und Styling, professionelle Hochzeitsbilder, Deko und Blumenschmuck sowie die Ringe. Diese Ausgaben machen bei den meisten Hochzeiten etwa drei Viertel der Kosten aus. Der Rest sind Kleinigkeiten – mit niedrigen, dafür aber sehr zahlreichen Beträgen. Je nach Aufwand der Feier kommt so eine beachtliche Summe zusammen.

Mit diesen Tipps wird die Traumhochzeit nicht unnötig teuer:


- Planen Sie langfristig: Wer frühzeitig plant, hat mehr Zeit, um Angebote zu vergleichen und womöglich Schnäppchen zu finden. „Bei einem längeren Zeithorizont können Paare auch mehr Geld ansparen und müssen dann keinen Kredit aufnehmen”, meint Sonnleitner.

- Kalkulieren Sie ehrlich: Einige Ausgaben sind unausweichlich. So etwa die Gebühren für die standesamtliche Trauung, sie liegen im Schnitt bei 100 Euro. Teurer wird es, wenn die Hochzeit am Samstag stattfindet, also außerhalb der regulären Dienstzeit des Standesbeamten, und so Zuschläge und gar noch Fahrtkosten dazukommen. „Legen Sie ganz klar fest, wieviel Sie insgesamt ausgeben wollen und können und halten Sie sich an Ihren Kostenplan und die Grenzen Ihres Budgets”, rät Sonnleitner.

-  Berücksichtigen Sie auch „versteckte” Kosten: „Achten Sie bei der Wahl von Termin und Location darauf, welche Folgekosten auf Sie zukommen”, so Sonnleitner. Umfasst das Angebot des Gastronomen nur das Essen oder auch jedes Getränk? Haben Sie nicht nur an den Druck für Einladungen und Dankeskarten, sondern auch an das Porto dafür gedacht? Ein Klassiker sei auch, einen professionellen Fotografen für die Feier zu engagieren, ohne zu bedenken, dass auch jeder Abzug Geld kostet.

- Beziehen Sie Ihre Gäste mit ein: Wurden früher die Kosten zumeist von den Brauteltern getragen, zahlen heute 69 Prozent der Paare ihre Hochzeit selbst. Dabei auf Geldgeschenke zu spekulieren, um so die Kosten der Feier zu decken, sieht der Schulden-Experte eher problematisch. Er rät, sich Dienstleistungen als Geschenk zu wünschen: „Wenn etwa der Freundeskreis die Bestellung der Hochzeitstorte übernimmt, ist das doch ein sehr schönes und sinnvolles Geschenk”, findet Sonnleitner.

- Denken Sie an sich: Und nicht zuletzt fordert er mehr Konzentration auf das Wesentliche: „Denken Sie vor allem an sich, denn es ist Ihr Fest. Eine Hochzeit ist kein Wettbewerb um die gelungenste Party!”

*Die repräsentative Umfrage wurde von Qipu in Zusammenarbeit mit dem Online-Marktforschungsinstitut promio.net im März 2016 unter 1.055 deutschen Teilnehmern durchgeführt.


Ehrlich gerechnet und langfristig geplant: So feierten die beiden eine wunderschöne Hochzeit – ohne Schulden zu machen.

Foto: KRUK-Pressefoto

 


Veröffentlicht am: 03.05.2016

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