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Sonntag, 23. September 2018
   
 

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Mein Erbe tut Gutes

Gemeinnütziges Vererbenfreut sich über stetig wachsendes Interesse


Immer mehr Menschen wollen Spuren hinterlassen, dafür sorgen, dass etwas von dem bleibt, was ihnen wichtig ist. Ein Weg ist, gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Viele wünschen sich jedoch ausführliche Informationen hierzu.


Um diesen Menschen Orientierung zu geben, hat sich vor drei Jahren, zum Internationalen Tag des Testaments am 13. September 2013, die Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum" gegründet. Nach drei Jahren Bestehen ist die Initiative von ursprünglich fünf auf inzwischen 23 Mitglieder angewachsen. Tausende von persönlichen Gesprächen mit potenziellen Erblassern und anderen Interessierten zeigen: Der Bedarf an Informationen rund ums gemeinnützige Vererben ist groß und wächst stetig.

Noch nie zuvor wurde in unserem Land so viel Vermögen vererbt. 3,1 Billionen Euro werden in Deutschland bis 2024 weitergegeben, rechnet das Deutsche Institut für Altersvorsorge in einer aktuellen Studie. Gleichzeitig wächst die Zahl der Kinderlosen und Alleinstehenden. Wer soll den Wohlstand erben? Diese Frage beschäftigt viele Menschen. Immer mehr möchten mit ihrem Erbe nicht nur diejenigen versorgen, die ihnen nahestehen. Sie wollen etwas an die Gesellschaft zurückgeben, dafür sorgen, dass etwas von dem bleibt, was ihnen zeitlebens wichtig war. Die repräsentative GfK-Studie "Gemeinnütziges Vererben in Deutschland" zeigt: Bereits jeder zehnte Deutsche über 60 Jahre würde mit seinem Erbe auch einen guten Zweck unterstützen, bei den Kinderlosen ist es sogar jeder dritte.

Um diesen Sinnsuchenden Rat, Information und Orientierung zu geben, haben zum Internationalen Tag des Testaments am 13. September 2013 fünf gemeinnützige Organisationen die Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum" gegründet. Inzwischen sind es 23 namhafte Organisationen und Stiftungen, die das gemeinsame Ziel verfolgen, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen. "In den drei Jahren unseres Bestehens haben wir festgestellt, dass es einen großen Bedarf und ein wachsendes Interesse beim Thema ‚Gemeinnützig vererben' gibt", sagt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative. "Wir haben unzählige von Gesprächen geführt mit Menschen, die etwas Bleibendes schaffen wollen, aber nicht wissen wie. Tausende informieren sich bereits auf unserer Website. In dem Wunsch, etwas von dem weiterzugeben, was einem zeitlebens wichtig war, liegt ein großes Potenzial für unsere Gesellschaft. Das muss zum Wohle aller gehoben werden."

Die Initiative hat die Website www.mein-erbe-tut-gutes.de und ein Servicetelefon eingerichtet, bietet Infobroschüren an und informiert auf Messen. Zudem tourt die Ausstellung "Das Prinzip Apfelbaum. Elf Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?'" durch Deutschland: Die Fotografin Bettina Flitner hat im Auftrag der Initiative Prominente wie Günter Grass, Egon Bahr, Friede Springer oder Anne-Sophie Mutter zur Frage "Was bleibt von mir, wenn ich nicht mehr bin?" befragt. Aus den intensiven Gesprächen sind Porträts, Texte und Kurzfilme entstanden. Das gleichnamige Buch und - ganz neu -  das Hörbuch zur Ausstellung sind im Handel erhältlich. Der Werbespot der Initiative wurde erst kürzlich fertiggestellt und ist oben zu sehen. Er soll online laufen und ist auch im Fernsehen und in ausgewählten Kinos zu sehen.

Die Initiative "Mein Erbe tut Gutes

Das Prinzip Apfelbaum": In der Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum" haben sich namhafte gemeinnützige Organisationen zusammengeschlossen. Gemeinsames Anliegen ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, Tabus und Hemmschwellen abzubauen und potentiellen Erblassern Rat und Orientierung zur aktiven Testamentgestaltung zugunsten einer gemeinnützigen Organisation zu bieten.

Mitglieder der Initiative

action medeor, Ärzte ohne Grenzen, DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, Deutsche Herzstiftung, Deutsche Umwelthilfe, Deutsches Kinderhilfswerk, DKMS, DRF Luftrettung, Euronatur, Greenpeace, Heinz Sielmann Stiftung, Johanniter-Unfall-Hilfe, Max-Planck-Gesellschaft, Stiftung Menschen für Menschen, NABU, nph deutschland, Right Livelihood Award Foundation, SOS Kinderdörfer weltweit, Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe, Vier Pfoten, Welthungerhilfe, World Vision Deutschland.

Um unabhängige Rechtsberatung vermitteln zu können, kooperiert die Initiative mit dem Fachverband Deutsche Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e.V.

 


Veröffentlicht am: 14.09.2016

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