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Montag, 20. August 2018
   
 

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Schulden-Studie 2017

Das Leben auf Pump wird immer unbeliebter

78 Prozent der Deutschen haben schon einmal Schulden gemacht. Und sieben Prozent der Deutschen kennen das Gefühl, Schulden nicht zurückzahlen zu können. Die „EOS Schulden-Studie“ 2017 zeigt, dass die Deutschen beim Thema Schulden zurückhaltender werden.

So sagen fast neun von zehn Deutschen (88 Prozent), dass sie ihre Schulden so gering wie möglich halten wollen – das sind sogar neun Prozentpunkte mehr als noch 2015. In den USA und Russland meinten dies aktuell 67 bzw. 76 Prozent der Befragten.

„Erstaunlich ist doch, dass gerade in Deutschland trotz aktuell sehr guter Wirtschaftslage eine Stimmung gegen Verschuldung vorherrscht. Dabei sind einkommensstabile Zeiten und die derzeitige Zinslage weltweit die besten Voraussetzungen für größere Investitionen und die planmäßige Begleichung der Raten“, analysiert Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe. Diese Fakten sind grundlegende Ergebnisse der zweiten „EOS Schulden-Studie“ 2017. Im Auftrag des Finanzdienstleisters EOS führte das Meinungsforschungsinstitut forsa die repräsentative Online-Befragung durch.

Das emotionale „Schulden-Konto“

Schulden nicht zurückzahlen zu können, verursacht ein schlechtes Gefühl. Das empfinden neun von zehn Deutschen so (91 Prozent), aber nur je drei von vier US-Amerikanern und Russen (76 Prozent). Dieser Wert ist in Deutschland seit der ersten „EOS Schulden-Studie“ im Jahr 2015 sogar um sieben Prozentpunkte angestiegen. Nur noch vier Prozent der Deutschen – weniger als zwei Jahre zuvor – befürworten Schulden, wenn kein Geld da ist.
Allerdings würden sich nur drei Prozent der Deutschen für Urlaubsreisen verschulden. Für je 17 Prozent der Russen und US-Amerikaner hingegen ist das kein Problem.

Selbst- versus Fremdbild: „Ich bin pflichtbewusst, andere leichtsinnig!“


Wie stehen die Deutschen zu den eigenen Schulden – und zu denen der Anderen? Drei von vier Personen (73 Prozent) gehen davon aus, dass in der heutigen Zeit viele Menschen Schulden haben. Der Realitätsabgleich zeigt, dass derzeit etwa die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) Schulden zurückzahlt. Wer schon einmal Rückzahlungsprobleme hatte, gab als Hauptgrund meist einen Arbeitsplatzverlust an (29 Prozent) oder die eigene finanzielle Überschätzung (24 Prozent, in Russland 44 Prozent, in den USA 24 Prozent).

 Befragt nach der allgemeinen Lage in der Gesellschaft glauben allerdings neun von zehn Deutschen (89 Prozent), dass Überschätzung der Grund für Zahlungsschwierigkeiten ist (in Russland 54 Prozent und in den USA 48 Prozent). Rund zwei Drittel der Deutschen (63 Prozent) sagen von sich selbst, Schulden nur in absoluten Notsituationen zu machen (in Russland 75 Prozent und in den USA 40 Prozent). „Die Deutschen haben nur selten Rückzahlungsprobleme, unterstellen jedoch den Mitbürgern, dass diese leichtsinnig sind und sehr häufig Schulden machen“, kommentiert Prof. Manfred Güllner von forsa. „Dabei sollte man besser auch seinen Mitbürgern zutrauen, dass sie in Finanzfragen im Großen und Ganzen gewissenhaft handeln.“

Der Deutsche träumt vom Eigenheim – und kauft ein Auto

Nach eigener Einschätzung würden die Deutschen am ehesten für den Kauf von Wohneigentum (82 Prozent) Schulden machen. Erst auf Platz drei folgt der Kauf eines Autos oder Motorrads mit 56 Prozent. In Wirklichkeit haben jedoch 60 Prozent der Deutschen aktuell oder in der Vergangenheit Schulden für ein Auto oder Motorrad abgezahlt – für Immobilien dagegen nur etwa jeder Zweite (45 Prozent).

Sieht man von Immobilienkrediten ab, so zahlt jeder dritte Deutsche (33 Prozent) derzeit Schulden zurück. Davon bedienen 55 Prozent nur eine Finanzierung, 30 Prozent zwei und 14 Prozent drei oder mehr Finanzierungen. „Die Studie bestätigt unsere Erfahrung, dass Menschen größtenteils in ihren finanziellen Belangen verantwortungsvoll handeln. Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass die große Mehrheit der Konsumenten ihre Rechnungen pünktlich bezahlen möchte, aber durch kurz- oder langfristige Probleme teilweise einfach nicht kann“, resümiert Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 28.10.2017

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