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Samstag, 26. November 2022
   
 

Sisilie Skagen

... die junge Skrei-Fischerin aus Norwegen



Auf den Vesterålen und Lofoten im Norden Norwegens warten alle Fischer:innen jedes Jahr im Januar gespannt auf den Skrei. Denn sobald er sich nach seiner langen Reise aus der arktischen Barentssee zum Laichen hier einfindet, beginnt die Fang-Saison des besonderen Winterkabeljaus.

Dies ist ein lukratives Geschäft für alle an Bord, es ist zugleich aber auch eine  äußerst  anstrengende  Zeit,  da  auf  dem  Meer  zwischen  Januar  und  April  eisige Temperaturen  und  teils  stürmische  Witterungen  herrschen.  In  den  ersten  Wochen  ist  es zudem überwiegend dunkel, erst ab Mitte Februar zeigt sich die Sonne wieder für mehr als acht Stunden.
 
Zu den Fischer:innen gehört auch die 28-jährige Norwegerin Sisilie Skagen, die sich vor vier Jahren dazu entschloss, ihren Job im Gesundheitswesen aufzugeben, um in einer männerdominierten  Branche  zu  arbeiten.  Zusammen  mit  ihrem  Partner  und  fünf  Kindern lebt sie auf den Lofoten im Norden Norwegens. Für Sisilie ist es die dritte Skrei-Saison, in der sie mit ihrem eigenen Boot „Braken“ auf das Meer herausfährt.
 
Die junge Fischerin kennt die See seit ihrer Kindheit, denn auch ihr Vater ist Fischer – und von ihm lernte sie die Grundlagen der Fischerei. Schon im Alter von sechs Jahren hat sie ihr Taschengeld als Kabeljau-Zungenschneiderin in der Skrei-Saison verdient. Das Zungenschneiden  ist  ein  gewöhnlicher  Ferienjob  für  viele  Kinder  in  der  Region.  Da  die Mädchen und Jungen gut bezahlt werden, ist der Job sehr beliebt – inzwischen gibt es lange Wartelisten, um einen Platz in den Zerlegeanlagen zu erhalten.
 
Sisilie hat die Natur und das Meer schon immer geliebt – in den ersten Jahren begann sie zusammen  mit  ihrem  Vater  je  nach  Jahreszeit  Kabeljau,  Seelachs,  Seehase,  Schwarzen Heilbutt und Seeteufel zu fischen. „Heute kann ich mir keinen anderen Beruf vorstellen. Wie mein Vater werde ich wohl fischen, solange es geht“, sagt die 28-Jährige.
 
Der Skreifang ist riskant und verlangt einem sehr viel ab. Die meisten Frauen in der Branche arbeiten in den Fischfabriken, statt auf See zu fahren. Sisilie sagt selbst: „Natürlich ist es für Frauen körperlich anstrengender, denn wir haben nicht die Kraft und Größe, die die Männer meist  mitbringen. Ich  selbst  bin  weder  groß  noch  besonders  stark, weshalb  ich  schneller und schlauer arbeiten muss.“ Um mit ihren überwiegend männlichen Kollegen mithalten zu können, trainierte sie zu Beginn jeden Tag im Fitnessstudio, um Muskeln aufzubauen und mehr  Kraft  zu  erlangen.  Viele  waren  skeptisch,  doch  inzwischen  wird  sie  von  ihren Kolleg:innen respektiert.
 
Der Skrei schwimmt viele Wochen, bevor er an der nördlichen Küste Norwegens in seinen Laichgründen ankommt. Durch seine bis zu 1000 km lange, anstrengende Reise durch die raue  Barentssee  erhält  er  ein  besonders  festes  und  zugleich  zartes  Fleisch,  wofür  er  als kulinarische Delikatesse auf der ganzen Welt bekannt ist.  
 
Der  Skreifang  hat  eine  lange  Tradition  in  Norwegen  und  stellt  für  die  vielen  kleinen Gemeinden  und  Fischer:innen  entlang  der  Küste  ein  wichtiges  Fundament  der  örtlichen Wirtschaft dar. Früher kamen zur Saison Boote aus dem ganzen Land, um an der nördlichen Küste Skrei zu fangen. Auch heute werden noch große Mengen gefischt – natürlich nur mit strengen Fangquoten und Kontrollen, damit die Skreibestände sich nicht verkleinern. Sisilie fing mit ihrem Vater in der Saison 2021 übrigens etwa 230 Tonnen.

Live von den Lofoten 
Von  Januar  bis  April  2022  berichtet  Sisilie  auf  Instagram  live  von  den Lofoten und ihren Erfahrungen als Skrei-Fischerin.

Foto: Seafood from Norway

 

Veröffentlicht am: 18.12.2021

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