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Dienstag, 30. November 2021
   
 

Wie der Einstieg ins Homeoffice klappt

Mehr als nur einige Tipps

In Deutschland befinden sich derzeit Hunderttausende an einem ungewohnten Arbeitsplatz, denn sie wurden von ihren Unternehmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ins Homeoffice geschickt.

Damit dürfte der Anteil der Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, aktuell weit über den 11,9 % aller Beschäftigten liegen, von denen das Statistische Bundesamt ausgeht. Während die effiziente Gestaltung der Arbeit für unzählige Freiberufler und Selbstständige schon lange Realität ist, benötigen viele der nun temporär in die eigenen vier Wände versetzten Beschäftigten eine gewisse Anlaufzeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, doch es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die den erfolgreichen Einstieg ins Homeoffice erleichtern.

Für regelmäßige Abläufe sorgen

Zu den wichtigsten Faktoren zählt sicher die Umsetzung einer geregelten Arbeitsstruktur. Wer also von 8.00 bis 16.00 im Büro arbeitet und mittags 45 Minuten Pause macht, sollte diesen Zeitplan auch im Homeoffice strikt einhalten. Häufig wird dies bereits durch eine vom Arbeitgeber gestellte Arbeitszeit-Software gewährleistet, die wie eine Art digitaler Stechuhr funktioniert. Doch gerade kleinere Firmen verzichten häufig noch auf dieses nützliche Tool, sodass die Betroffenen selbst für eine gewisse Struktur sorgen müssen. Wichtig ist dabei, nach Beendigung der Arbeit den Computer auch tatsächlich auszuschalten, um Abstand zu gewinnen und nicht auch noch abends nach eingegangen Firmen-E-Mails zu schauen. Stattdessen kann diese Zeit hervorragend für familiäre Zwecke genutzt oder alternativ darauf verwendet werden, sich im Internet nach erfolgversprechenden Wegen zur Schaffung zusätzlicher Einkommensströme umzuschauen.

Zur Schaffung eines festen Rahmens zählen auch Pausen, denn niemand arbeitet morgens und nachmittags jeweils vier Stunden am Stück durch. Gleichzeitig ist es wichtig, auch bei der Kleidung auf Gewohnheiten zurückzugreifen. Auch wenn einen wahrscheinlich niemand außer den Familienangehörigen bei der Arbeit sieht, sollte versucht werden, das Homeoffice-Bekleidungs-Klischee "Jogginghose und Sweatshirt" zu vermeiden, wenn ansonsten eher Bluse und Stoffhose zum Kleidungsstil zählen. Das kann insbesondere von Vorteil sein, wenn bei der Kommunikation mit der Firma auf Videokonferenzen über Skype, Zoom oder Microsoft Teams zurückgegriffen wird, und deshalb jederzeit ein Videotelefonat mit den Kollegen "droht", denen man sich kaum im Schlabberlook präsentieren möchte.

Einen festen Arbeitsplatz schaffen

Wenn es die räumlichen Verhältnisse zulassen, sollte versucht werden, einen festen Standort zu wählen, an dem tagtäglich gearbeitet wird. Auch dieser Schritt hilft, der Tätigkeit die nötige Struktur zu verleihen. Zudem kann an dem Tisch neben dem Computer weiteres Material, wie beispielsweise schriftliche Unterlagen oder Skizzen gelagert werden, das ansonsten von Ort zu Ort getragen werden müsste. Besondere Beachtung sollte der Sitzmöglichkeit geschenkt werden, denn nichts ist auf die Dauer unbequemer und ungesünder als ein nicht ergonomisch geformter Stuhl, der einen zu einer falschen Sitzposition zwingt. Wenn es einem die eigene finanzielle Situation ermöglicht, sollte über den Kauf einer adäquaten Sitzgelegenheit nachgedacht oder aber beim Arbeiter ein Antrag auf eine Beihilfe gestellt werden, sollte kein passender Stuhl vorhanden sein.

Ablenkungen vermeiden

Darüber hinaus ist es äußerst wichtig, sich nach Möglichkeit nicht ablenken zu lassen. Dazu zählen insbesondere Smartphones, die vom Schreibtisch verbannt werden sollten, sowie das Surfen im Netz, um sich beispielsweise über die neuste Corona-Entwicklung zu informieren. Darüber hinaus sollten Ablenkungen durch andere Personen vermieden werden. Was allerdings in einem Single- oder Paarhaushalt meist gut funktioniert, ist einer Situation, bei der Kinder im Haus sind, schon weitaus schwieriger, da diese aufgrund der geschlossenen Schulen und Kitas ebenfalls zu Hause sind und Aufmerksamkeit benötigen. Deshalb sollte von vorne herein versucht werden, den Heranwachsenden die Bedeutung der Arbeit zu vermitteln und sich Arbeitszeiten auszubedingen, um auf diese Weise die tägliche Arbeit bewältigen zu können.


Allgemein wird die Zustimmung zur Arbeit im Homeoffice in Umfragen bestätigt. So gaben im März 75,4 % von 1.000 zufällig ausgewählten Angestellten ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Heimarbeit an, während nur eine Minderheit von 24,6 % erklärte, diesem Arbeitsmodell nicht folgen zu wollen. Allerdings muss die Initiative von den Arbeitgebern kommen, denn 66,1 % der Befragten erwarten von ihnen, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Gleichzeitig zeigte sich, dass mit 54,3 % eine Mehrheit der Befragten davon ausgeht, dass ihr Unternehmen grundsätzlich in der Lage dazu sei, den Mitarbeitern die Homeoffice-Option anzubieten. Es ist zu erwarten, dass sich im Zuge des durch die Corona-Krise ausgelösten Veränderungsdrucks künftig noch mehr Unternehmen darum bemühen werden, die nötigen technischen und organisatorischen Weichen zu stellen, um im Falle einer erneuten Ausgangsbeschränkung die Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen und auf diese Weise weiterhin betriebsbereit sein zu können. Da somit ein nicht unerheblicher Teil der Beschäftigten zumindest zeitweilig mit einer Form der Fernarbeit konfrontiert werden könnte, kann es hilfreich sein, sich bei Bedarf an die vorgestellten Maßnahmen zu erinnern und sich die Arbeit auf diese Weise zu erleichtern.

Foto: Pixabay / Karolina Grabowska

 

Veröffentlicht am: 22.04.2020

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