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Sonntag, 20. Mai 2018
   
 

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Vitt: Hier fischt Fischer Fritz

Der heißt allerdings Tobias

(Helmut Harff) Fast täglich, wenn es das Wetter zulässt, fährt der Fischer Tobias Bredow mit seinem Boot vom Rügener Ort Vitt  aus zum Fang in die Tromper Wiek. Dorsch, Lachsforellen, Flundern und Aal bringt er — je nach Jahreszeit — aus den Reusen und Stellnetzen mit an Land.

Allerdings darf er weder fangen was er will, noch in den Mengen, die er auch verkaufen könnte. Da sind diverse EU-Vorschriften vor, die nicht nur das Leben von Tobias Bredow, sondern aller Küstenfischer immer schwerer machen.
Auch der Standort seiner „Fangflotte“ in Vitt ist nicht gerade überragend, denn der Ort in Sichtweite von Kap Arkona und Putgarten hat über keinen Naturhafen. Ohnehin verfügt der Fischer lediglich über drei kleine Boote, die kaum als Fangflotte zu bezeichnen sind.

Doch das hindert den etwas wortkargen Fischer eben nicht, vor allem für die zahlreichen Gäste, die das Kap und Vitt zu jeder Jahreszeit besuchen, mit frischem Fisch zu versorgen. Der wird gleich nach dem Fang ausgenommen und nur 20 Meter von der Ostsee entfernt über Buchenholz geräuchert.

Darum kümmert sich im kleinen Bredowschen Familienunternehmen Mutter Ilona. Sie bietet im Kiosk neben der Räucherei den noch warmen Fisch zum Kauf an. Selbstgefangenen Hering suchen die hungrigen Gäste auf der Karte allerdings vergebens. Auch dafür sind die EU-Fangquoten verantwortlich. Die sind so gering, dass der Fischer die abgegeben hat, weil der Heringsfang sich einfach nicht mehr lohnt.

Wer sich im Vitter „Fischereihafen“ auf Fischbrötchen und sonstige Angebote wie man sie sonst von der Küste kennt, freut, der ist hier nicht ganz richtig. Es gibt „nur“ geräucherten Fisch mit einem Brötchen dazu. Wobei das nur absolut falsch ist, denn der Bredowsche Fisch braucht eben kein Beiwerk – er ist einfach lecker.

Probieren Sie den frisch geräucherten Fisch, und genießen Sie dabei die Geruchskomposition aus dem Buchenholz-Rauch aus den Räucheröfen und der leicht salzigen Ostseeluft. Ganz umsonst gibt es den Blick auf die an Land gezogenen Boote, die Stapel von Netzen und die roten Wimpel der Reusen.

All das summiert sich zu einem unvergessliches Bild und einem einmaligen Geschmacks- und Geruchserlebnis.

 


Veröffentlicht am: 13.05.2018

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