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Mittwoch, 19. Juni 2019
   
 

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Wie Ihnen Kritik nie wieder weh tut

... verrät Dr. Ilona Bürgel

Egal ob beim Mitarbeiter-Feedback, Kundenbefragungen oder einer simplen Bemerkung eines anderen Menschen: Manchmal trifft es uns, was andere sagen. Was tun, um da wieder rauszukommen?

„Denken Sie häufiger vor und weniger nach“


Es geht um die Richtung und Farbe der Gedanken. Viel zu schnell denken wir überkritisch, destruktiv oder enttäuscht und wiederholen dies immer wieder. Häufig ist es uns so vertraut, negativ zu denken, dass wir dies nicht einmal merken. Besser wäre es, in Lösungen zu denken, zu relativieren oder sich schlicht abzulenken.

Negative Gedanken wirken heftiger und nachhaltiger als positive. Deshalb müssen wir sie bewusst steuern. Die Forschung sagt, dass eine negative Emotion ca. drei bis sieben positive zum Ausgleich benötigt, damit wir gesund und glücklich bleiben und berufliche und private Beziehungen langfristig funktionieren. Schenken Sie dafür Ihren Gedanken mehr Aufmerksamkeit und entscheiden Sie bewusst, wie Sie denken.

„Nachdenken“ bedeutet zum Beispiel:
- Kränkende Worte zu wiederholen
- Rechtfertigungen zu finden
- Zu überlegen, was man hätte sagen sollen
- Mit der anderen Person oder über die Situation zu schimpfen
- Mit sich selbst zu schimpfen oder hadern
- Sich mit Begriffen wie „nie“ oder „immer“ selbst weh zu tun

„Vordenken“ hingegen wäre zum Beispiel:
- Sich nicht mit Dingen zu befassen, die vorbei und nicht mehr zu ändern sind
- Nicht nachzudenken über etwas, was nicht beeinflussbar ist, wie die Meinung anderer
- Die kränkenden Gedanken zu relativieren
- Sich freundliche Gedanken zu machen
- Sich zu überlegen, was man aus der Situation lernen kann
- Sich abzulenken

Das habe ich erlebt:

Ich gehe gern gegenüber in das Café zum Frühstück. Besonders schön ist es, morgens draußen zu sitzen und den Tag unter blauem Himmel zu beginnen. Am liebsten esse ich warmen Milchreis mit Zucker und Zimt. Das ist Nahrung für meine Seele.
 
Nach einem Frühstück bat ich um die Rechnung und sagte der Bedienung, wie zufrieden ich mit dem heute ganz besonders leckeren Essen sei. Daraufhin war ihre Antwort: „Na das ist ja mal etwas Neues. Sonst haben Sie ja immer an allem etwas auszusetzen.“
 
Ich war entsetzt und fand keine Worte, auf diese Bemerkung zu reagieren. So zahlte ich nur und ging. Dann begannen die Selbstgespräche. „Wie kann Sie nur“, „ich bin doch so ein freundlicher Mensch“, „das stimmt doch gar nicht“ usw. Genau dies ist der Moment, um über „nachdenken“ oder „vordenken“ zu entscheiden.
 
Es ist völlig nutzlos, sich innerlich zu verteidigen oder schlagfertige Antworten zu suchen. Die Situation ist vorbei. Es ist ebenso nutzlos zu überlegen, wie die Bedienung zu überzeugen wäre, dass sie im Unrecht ist. Zum einen wird sie immer denken, was sie denkt. Zum anderen ist es weder für sie noch für mich im Alltag wichtig, was sie über mich denkt.
 
Lohnenswert ist sich zu fragen, ob ich etwas lernen kann. Zum Beispiel indem ich nach der ersten Aufregung neutral reflektiere, wie mein Umgang mit der Bedienung ist. Bin ich vielleicht manchmal angespannt und deshalb kurz angebunden oder kritisch? Falls ich eine Antwort finde, wie ich etwas anders machen kann, dann tue ich es. Falls nicht, sollte das Thema abgeschlossen werden. Dafür hilft mir Ablenkung, zum Beispiel einen Artikel wie diesen zu schreiben. Grundsätzlich sollten wir uns gerade in unangenehmen Situationen selbst mehr Gutes tun. Für mich ist das z.B. eine duftende Tasse Tee zu genießen oder ein Stück Schokolade. In „schweren“ Fällen beides.



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Wohltuend für jede Art von Lebenssituation ist der persönliche Kontakt mit Menschen, die wir mögen und schätzen. Dies vergessen wir im Zeitalter von Tempo, Effizienz und Digitalisierung viel zu schnell. Deshalb war der persönliche Gedankenaustausch mit der Herausgeberin von „Pure & Positive“ und Glücksexpertin Christin Prizelius nicht nur eine fachliche Bereicherung, sondern auch ein Glücksmoment.

Aktuelle Empfehlung
   
Aus negativen Gedanken auszusteigen gelingt besonders leicht durch die Beschäftigung mit guten Gedanken. Das Magazin „Pure & Positive“ hat sich dem positiven Blick auf die Welt verschrieben und tut dies in außergewöhnlicher Qualität.

Quelle:  Dr. Ilona Bürgel

 


Veröffentlicht am: 22.05.2019

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