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Mittwoch, 20. September 2017
   
 

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Licht und Kontrast in Mode

Zum dritten Mal auf der Mercedes-Benz Fashion Week - Zum zweiten Mal im Kronprinzenpalais - Zum ersten Mal im Sommer 2017

Modewoche in Berlin und alle wollen die Shows sehen. Doch nicht alle bekommen eine Karte. Ich bekam meine für die Modenshow im Kronprinzenpalais um kurz vor dem Beginn um 10 Uhr und lief hinaus auf die Terrasse. Kaiserwetter empfing mich und die mehr als 300 Gäste des Modespektakels.

Vor dem wunderschönen Ambiente präsentierten die Models die Kollektion „Urethan-Pool I Chapter Two“ der Schweizer Newcomerin Vanessa Schindler. Mit ihren 29 Jahren ist sie ein Nachwuchstalent und sogar Hauptpreisträgerin des 32. International Festival of Fashion and Photography in Hyères.

Mit einer Viertelstunde Verspätung nach dem geplanten Beginn ging es los, weil wir auf die US-amerikanische Schauspielerin Susan Sarandon warten mussten. 1996 erhielt die begnadete Künstlerin für ihre Darstellung der Helen Prejean in Dead Man Walting einen Oscar. Zudem waren unter den Gästen der Show zu sehen das deutsche Model Franziska Knuppe sowie der Verleger und Buchautor Dr. Florian Langenscheidt.

13 Models kamen nun hintereinander auf die Terrasse und zeigten die Kollektion. Es waren ausschließlich Frauen. Das Farbspektrum zog sich von weiß und lila zu braun, grau und schwarz. Die meisten Models trugen Kleider und Röcke aus Samt, Baumwolle oder transparentem Stoff.

Ein ganz besonderes Extra war der Stoff Polymer Urethan. Er wurde von Vanessa Schindler in Handarbeit zurechtgeformt und bearbeitet. Aus diesem Mix entstehen Kontraste zwischen matten und glänzenden oder flüssigen und verfilzten Stoffen. Die Modedesignerin nahm ihre Inspirationen von den Interiors des US-Architekten Bruce Golf aus den 1950ern. Sie ging somit ihrem Wunsch, mit der Herstellung von Kleidung zu experimentieren, nach. So ergeben sich besondere Effekte in Bezug auf Licht, Kontrast und Volumen. Deshalb haben auch mir die Entwürfe gut gefallen.

Nach der Modenshow fuhren wir zum Alexanderplatz und von dort aus zum Kaufhaus Jandorf, das 1904 von Adolf Jandorf an der Brunnenstraße in Berlin-Mitte eröffnet wurde. Als ich die Eingangshalle des ehemaligen Warenhauses betrat, sah ich sofort die Mercedes-Benz Studie. Ich durfte sie mir anschauen, und ich muss sagen, dass sie mir sehr gut gefallen hat. Anschließend bin ich in die obere Etage gegangen, um dort in der Mercedes-Benz Lounge bei ein paar Häppchen etwas zu entspannen.

Nach kurzer Zeit sah ich das Supermodel Franziska Knuppe. Sie wurde 1997 vom deutschen Modeschöpfer Wolfgang Joop in einem Potsdamer Cafe entdeckt. Das Model und Schauspielerin nahm sich kurz Zeit, um mit meinem Kollegen und mir ein Interview zu führen:

Wie sind Sie zum Modeln gekommen?
Franziska Knuppe:
Wolfgang Joop hat mich gefragt, ob ich Model werden wolle. Ich hatte nichts dagegen und antwortete mit „Ja“.

Warum sind Sie Model geworden?
Franziska Knuppe:
Der Beruf macht mir Spaß. Ich will gar nichts anderes machen.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Franziska Knuppe:
Ich möchte immer noch modeln. Vielleicht nicht mehr als junge Frau, sondern als ältere.

Was machen Sie, wenn Sie keine Termine haben?
Franziska Knuppe:
Ich bin gerne bei meiner Familie.

Nach dem Interview war mein Tag als Journalistin auch schon vorbei. Mir hat der Tag super gut gefallen, ich freue mich schon auf meinen nächsten Auftrag.

Unsere jüngste Autorin, die mittlerweile 13-Jähringe Isabella, stürzte sich in die Berliner Modewelt.

Text: Isabella Piekenbrock
Foto: Erwin Halentz

 


Veröffentlicht am: 11.07.2017

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