DWS Standpunkt: Inflationsrate in der Eurozone - September 2026
... von Ulrike Kastens, DWS-Senior Economist
Die Inflation in der Eurozone ist im September stärker als erwartet von 3,2 auf 3,8 Prozent geklettert. Dies ist der höchste Stand seit September 2023. Wie auch in den Vormonaten waren es vor allem die Energiepreise, die mit einem Preisanstieg von 18,8 Prozent der Haupttreiber waren.
DWS Chart der Woche: US-Staatsanleihen: Der Blick zurück trügt
Hohe Einstiegsrenditen von Anleihen können Inflationsverluste abfedern
In Robert Louis Stevensons Abenteuerroman „Die Schatzinsel“ weist eine Karte den Weg zu Reichtümern. Doch wer ihr folgt, begibt sich oft in Gefahr. Ähnlich irreführend war lange die Erfahrung mit US-Staatsanleihen. Seit Anfang der 1980er-Jahre gingen Inflation und Zinsen meist zurück. Das bescherte Anleihekäufern hohe Erträge. Die günstigen Begleitumstände erschienen selbstverständlich.
Europäische Aktien geben aufgrund hoher Anleiherenditen und finanzieller Belastungen in Frankreich nach
... von Frank Walbaum Market Analyst at Naga
Die europäischen Aktien notierten am Donnerstag schwächer, wobei sich die Verluste auf die meisten Sektoren verteilten. Hohe Anleiherenditen stellen weiterhin ein Risiko für Aktien dar. Der Energieschock schürt die Inflationssorgen, während sich die verschlechternde Lage der öffentlichen Finanzen zusätzlich auf die Kreditkosten auswirkt.
Vor 45 Jahren erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ihr Allzeithoch: Am 30. September 1981 lag sie bei 15,84 Prozent. Danach begann eine Anleihehausse, die rund vier Jahrzehnte andauerte. Nun steigen die Renditen wieder: Zehnjährige US-Anleihen rentieren mit über fünf Prozent so hoch wie seit 2007 nicht mehr.
UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex im September 2026
Österreichs Industrie startet mit Rückenwind in den Herbst
Die Erholung der österreichischen Industrie hat zu Beginn des Herbstes an Breite gewonnen. „Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex stieg im September auf 54,9 Punkte und erreichte damit einen neuen Höchststand seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Frühjahr 2022“, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer.
Umfrage: Nur jede zweite Frau fühlt sich bei monetären Entscheidungen sicher
(djd). Bei Finanzthemen gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Fast jeder zweite Mann gibt an, sich gut mit finanziellen Angelegenheiten auszukennen. Dasselbe behauptet nur rund jede fünfte Frau von sich. In monetären Angelegenheiten legen Frauen generell ein deutlich geringeres Selbstbewusstsein an den Tag.
DWS Chart der Woche: Was gängige Energiestatistiken übersehen
Die Krise an der Straße von Hormus zeigt: Übliche Kennzahlen unterschätzen, wie stark Elektrifizierung Verbrauch und Importabhängigkeit bereits senkt
Energiestatistiken haben selten Schlagzeilenpotenzial. Manchmal braucht es eine blockierte Meerenge, damit ihre blinden Flecken sichtbar werden. Die Krise an der Straße von Hormus hat gezeigt, wie verwundbar der Handel mit Öl und Flüssiggas ist. Zugleich hat die Elektrifizierung den Schock abgefedert.
ifo-Index für September – Deutschland bleibt auf der Beschleunigungsspur
... von Martin Moryson, Global Head of Economics
Der ifo-Index für September zeigt, dass die Lage in Deutschland viel besser ist als das Bild, das man aus den Medien und vor allem den sozialen Medien erhält.
... von Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM
Die Aktienmärkte in den USA und in Europa stehen derzeit in einem Spannungsfeld: stabile Konjunktur und starke Unternehmensgewinne auf der einen Seite. Auf der anderen Seite die Inflation, die durch den Krieg in Nahost und die steigenden Ölpreise angetrieben wird und die Konsumentenstimmung trüben.
Gewinne stützen die Märkte: Zinsen und KI-Finanzierung rücken in den Fokus
Das Strategie-Team von DJE beobachtet und bewertet die Märkte
Insgesamt war der August 2026 an den Aktienmärkten ein guter Monat. Weltweit entwickelten sich Rohstoff-, Technologie- und Energiewerte besonders stark. Versorger-, Immobilien- und Basiskonsumgüterwerte blieben dagegen zurück.
In der aktuellen Ausgabe beschäftigen wir uns mit den robusten Aktienmärkten
Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich in den ersten drei Wochen des Septembers wie von uns erwartet etwas volatiler. Treiber waren in erster Linie die noch immer hohen Ölpreise – Brent notiert weiterhin über der Marke von 100 USD pro Barrel – sowie der scheinbar unaufhaltsame Anstieg der globalen Anleiherenditen. So stiegen die Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen kurzzeitig auf über 5 % und erreichten somit das höchste Niveau seit 2007.
Warum sie sich zu lange auf Bank, Partner oder Versicherungen verlassen
Viele Frauen haben gespart und für das Alter vorgesorgt. Intensiver mit ihrer gesamten finanziellen Situation beschäftigen sie sich jedoch häufig erst, wenn sich ihr Leben verändert – etwa durch Trennung, Scheidung oder den Eintritt in den Ruhestand. Dann zeigt sich mitunter, dass vorhandene Verträge und Rücklagen keine zusammenhängende Vermögensstrategie ergeben.
Die aktuellen Einschätzungen der DWS zu Konjunktur, Märkten und Anlageklassen von Vincenzo Vedda, Global Chief Investment Officer
„Die Weltwirtschaft hat den durch den Irankonflikt ausgelösten Energiepreisschock erstaunlich gut verkraftet. Unser Basisszenario ist eine fortgesetzte Expansion“, sagt Chefanlagestratege Vincenzo Vedda.
FOMC-Sitzung im September – eine Frage der Dosierung
... von Christian Scherrmann, DWS-Chefvolkswirt USA
Wie erwartet hat die Federal Reserve (Fed) auf ihrer Sitzung im September den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben – zum ersten Mal seit 2023 – und damit den Zinssatz auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent erhöht. Die Entscheidung fiel einstimmig. In der Presseerklärung hieß es, die Zinserhöhung werde dazu beitragen, das Inflationsziel von zwei Prozent schneller zu erreichen.
Anleiheinvestoren sollten ihre Ertragsquellen breiter aufstellen
... von Henriette Le Mintier, Portfoliomanagerin Fixed Income & Credit, LBP AM
Der Sommer hat die Risiken an den Finanzmärkten nicht ausgeräumt. Seit dem Scheitern der Waffenruhe im Juli kommen die Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen Iran und den USA kaum voran. Der Konflikt belastet damit weiterhin die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte.
... von Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM
Über viele Jahre hinweg galt der japanische Yen als eine der langweiligsten, ruhigsten Währungen der Welt. Wer in Yen investierte, wusste meist schon im Voraus, was ihn erwartete. Genau das hat sich seit einigen Monaten spürbar geändert. „Der Yen ist aufgewacht und schwankt gewaltig“, sagt Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM. „Diese Bewegung könnte sich noch verstärken.“
Volatilität: Die aktuelle Ruhe bietet Anlegern eine strategische Chance
Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ
Seit geraumer Zeit wird viel über nervöse Märkte geschrieben, doch die Fakten sprechen eine klare Sprache: Der Volatilitätsindex VIX, das sogenannte „Angstbarometer“ für den US-Aktienmarkt, bewegt sich trotz der herausfordernden Gemengelage in einem historisch niedrigen Korridor um die 15-Punkte-Marke. Und auch in Europa weist die Volatilität kein allzu hohes Niveau auf.
Zwischen Krieg und Konjunkturstärke: die Lage an den Märkten
... von Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM
Zwei Kräfte zerren derzeit an der globalen Konjunktur: Auf der einen Seite die Lage der Unternehmen, auf der anderen Seite die privaten Haushalte, deren Kaufkraft durch steigende Preise geschwächt wird. Die zentrale Rolle spielt dabei der Krieg im Iran. „Solange die Situation im Nahen Osten sich nicht klärt, bleibt die Frage unbeantwortet, welche der beiden Kräfte stärker ist“, erklärt Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM.
Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) - Leitzinsen steigen auf 2,50 Prozent – höhere Inflationsprognose
... von Ulrike Kastens, DWS-Senior Economist Europe
Wie erwartet hat die Europäische Zentralbank (EZB) heute den Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent erhöht. Wichtiger als die Zinserhöhung selbst ist jedoch der Ausblick.
DWS Chart der Woche: Der Zinszyklus schlägt einen Haken
Volkswirte erwarten Zinssenkungen
Der Disney-Klassiker Der König der Löwen hält auch für die US-Geldpolitik eine Botschaft bereit: Was wie das Ende eines Zyklus aussieht, kann der Anfang des nächsten sein. Nach mehreren Zinssenkungen steht die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vor robustem Wachstum und hartnäckiger Inflation.