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XTB-Analyse: Januar-Outperformer zeigen den Reiz der Börse

Am Aktienmarkt gibt es viele Möglichkeiten, Rendite zu erzielen

Das Jahr ist noch jung, aber schon jetzt gibt es Aktien, deren Wertentwicklung 2026 im zweistelligen Prozentbereich liegt, mitunter sogar im dreistelligen. Das hat eine Auswertung der Januar-Outperformer in den wichtigsten Indizes durch den Online-Broker XTB ergeben. 

„In jedem Marktumfeld gibt es Gewinner an der Börse, auch in einem insgesamt turbulenten Monat wie dem Januar 2026“, sagt Jens Chrzanowski, Kapitalmarktexperte und Deutschland-Chef des Online-Brokers XTB. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass, wer sich Stockpicking, also das Investieren in einzelne Werte zutraut, an der Börse überproportional profitieren kann – auch wenn er sich des entsprechend höheren Risikos bewusst sein muss.“

Die Januar-Gewinner unter den Einzelwerten haben naturgemäß eine höhere Wertentwicklung als der Gesamtmarkt erzielt. Das mitunter sehr große Plus dieser Werte ist auch insofern bemerkenswert, als die breiten Aktienindizes keine überdurchschnittlichen Kurssprünge vollzogen haben. So bewegen sich der S&P500 und der DAX derzeit in etwa auf dem Niveau des Jahresanfangs – während in ihren Reihen teilweise wahre Highflyer zu verzeichnen sind.

Den S&P500 führte im Januar etwa SANDISK an, ein Profiteur des KI-Booms. Die Aktie, die nach der Akquisition durch Western Digital im Jahr 2016 erst von der Börse genommen worden war, aber seit der Abspaltung vor gut einem Jahr wieder als eigenständiges Unternehmen gelistet ist, hat im Januar um mehr als 140 Prozent im Wert zugelegt. Ursache ist die starke Positionierung von Sandisk bei Speicherlösungen, die den hohen Anforderungen des Einsatzes im KI-Bereich gerecht werden, unter anderem bei NAND-Flashs und SSDs.

Es ist aber nicht nur KI, die den Aktienmarkt bewegt und für Kurssteigerungen sorgt. Zwar ist mit SEAGATE TECHNOLOGY ein weiterer Chip-Spezialist unter den Januar-Gewinnern im US-amerikanischen S&P500, dessen Performance von 48 Prozent auf die KI-Kursfantasie zurückzuführen ist. Doch mit MODERNA kommt ein Outperformer aus einem gänzlich anderen Bereich: aus der Biotechnologie. Die Aktie des Unternehmens, das mit seinem Covid-Impfstoff während der Corona-Pandemie als BioNtech-Wettbewerber auch in Deutschland bekannt wurde, kam im Januar auf ein Plus von 49 Prozent. Moderna sorgte mit positiven Ergebnissen aus klinischen Studien sowie einer Anhebung der Umsatzprognose für gute Stimmung bei den Marktteilnehmern.

Die Affinität zu Tech-Aktien lässt sich auch an Europas Börsen feststellen. Unter den Top 3 im Januar sind im EUROSTOXX600 mit ASM und ASML zwei Unternehmen aus den Niederlanden vertreten, die Lösungen für die Chip-Produktion anbieten. Vervollständigt wird das Trio durch ein Unternehmen, das zwar eigentlich aus einem anderen Bereich kommt, aber im weitesten Sinne auch ein Profiteur der fortschreitenden Digitalisierung ist: BEAZLEY. Der britische Spezialversicherer bietet unter anderem Versicherungen gegen Cyberrisiken an – und unter anderem dies dürfte ihn für den Schweizer Versicherungskonzern ZURICH INSURANCE attraktiv machen. Dieser hat jüngst ein Übernahmeangebot für Beazley erhöht und damit der Wertentwicklung der Aktie des britischen Unternehmens Rückenwind verschafft: Das Plus im Januar lag bei 36 Prozent.

Ein Versicherer sorgte auch innerhalb des chinesischen Indexes HANG SENG für den größten Kurszuwachs: Um 27 Prozent ging es für CHINA LIFE INSURANCE nach oben. Damit setzt der Konzern seine gute Kursentwicklung des Jahres 2025 fort, die unter anderem auf regulatorisch bessere Rahmenbedingungen und eine erhöhte Nachfrage nach Lebensversicherungen in China zurückzuführen ist.

Speziell in Deutschland feiert die Old Economy zumindest ein kleines Comeback – auf den ersten drei Plätzen des Januar-Rankings liegen im wichtigsten deutschen Aktienindex DAX die Werte des BAYER-Konzerns, von SIEMENS ENERGY (jeweils rund 20 Prozent) und von RWE (18 Prozent).

Im DOW JONES sind es der Mischkonzern HONEYWELL, der Energieriese CHEVRON und der Baumaschinenhersteller CATERPILLAR, die die Top 3 unter sich ausmachen, mit jeweils zwischen 15 und 17 Prozent Kursentwicklung im Januar.

Die meistgehandelte Aktie bei deutschen XTB-Kunden war im Januar RHEINMETALL, gefolgt von NVIDIA, TESLA, THYSSEN-KRUPP und BASF. „Deutsche Anleger haben naturgemäß die Aktien deutscher Unternehmen im Fokus, doch die Beispiele NVIDIA und Tesla zeigen, dass sie auch im Ausland Chancen nutzen“, führt Jens Chrzanowski aus.

Er ergänzt: „Die Auswertung über die jeweiligen Januar-Top-Performer in den weltweiten Indizes zeigt mehrerlei: Mit Aktien sind überdurchschnittliche Renditen möglich. Anleger müssen sich natürlich im Klaren darüber sein, dass zum einen die Januar-Performance als Momentaufnahme natürlich noch kein Indikator für das Gesamtjahr 2026 ist und dass zum anderen speziell Einzelaktien auch Verlustrisiken in sich bergen können. Aber die Performance von Indizes, in denen die Risiken breiter gestreut sind, verdeutlicht gerade auf lange Sicht, wie aussichtsreich der Aktienmarkt grundsätzlich sein kann.“ So zeigen laut Chrzanowski DAX und S&P500 mit einer Wertentwicklung von jährlich durchschnittlich um die zehn Prozent über die vergangenen zehn Jahre, „dass Aktien in ein sinnvoll aufgestelltes Portfolio gehören“.

 

Veröffentlicht am: 08.02.2026

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