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Berenberg Märkte | Monitor

Die Entwicklung von 2-jährigen Staatsanleihen um den Amtseintritt eines neuen Fed-Vorsitzenden


Die Kapitalmärkte blicken auf zwei sehr volatile Wochen zurück. Ein sehr starker US-Arbeitsmarktbericht sowie neue Kampfhandlungen am Golf führten zunächst zu ordentlichen Rücksetzern an den Aktienmärkten. Halbleiterwerte, die klaren Favoriten des Marktes, standen im Zentrum des Abverkaufs und verloren zwischenzeitlich um mehr als 10 % seit Monatsbeginn. 

Auch die Anleiherenditen zogen zuletzt an und der Goldpreis erreichte mit knapp 4.050 USD/Unze das niedrigste Niveau seit November letzten Jahres. Doch der Abverkauf im Multi-Asset-Universum sollte nicht von Dauer sein: Die Aussicht auf einen Rahmenvertrag zwischen den Konfliktparteien im Iran-Krieg und eine baldige Normalisierung der Rohstofflieferungen aus der Golf-Region führte seit Ende letzter Woche zu einer ordentlichen Gegenbewegung auf den Aktien- und Anleihemärkten. 

Derweil fiel Brent unter $90 pro Barrel – das erste Mal seit März dieses Jahres. Trotz der aktuellen Erholung dürften die Märkte weiterhin volatil bleiben: Ein neuer Fed-Vorsitzender, der US-Zwischenwahlkampf sowie die weiterhin undurchsichtige Lage am Golf könnten die Aktienmärkte kalt erwischen – auch wenn starke Fundamentaldaten das Abwärtspotenzial begrenzen dürften. 
 
Kurzfristiger Ausblick 

Die Hoffnung auf ein nahendes Kriegsende zwischen den USA und dem Iran bestimmte die letzten Tage der vergangenen Woche. Gestern ließ US-Präsident Trump dann verlauten, es gebe einen Deal. Genaue Details, insbesondere über die Öffnung der Straße von Hormus, blieben bislang jedoch aus. Eine Unterzeichnung des Abkommens ist für diesen Freitag in der Schweiz geplant. Heute werden zunächst Daten zur Industrieproduktion aus der Eurozone (Apr.) sowie den USA (Mai) veröffentlicht. Am Dienstag liegt der Fokus auf dem Zinsentscheid der Bank of Japan sowie den ZEW-Konjunkturerwartungen aus Deutschland (Juni). Am Mittwoch findet die Zentralbanksitzung der Fed erstmals unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh statt. Zudem werden die Verbraucherpreise aus der Eurozone (Mai) sowie die Einzelhandelsumsätze aus den USA (Mai) bekanntgegeben. Am Donnerstag folgt die Zinsentscheidung der Bank of England, während am Freitag die Verbraucherpreise aus Japan (Mai) veröffentlicht werden. Nächste Woche liegt der Fokus auf den Einkaufsmanagerindizes.  

 

Veröffentlicht am: 16.06.2026

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