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Wie aus Träumen Möglichkeiten werden

Das Startkapital entscheidet mit darüber, welche Wege Kindern offen stehen



(djd). Wenn Kinder von ihren Träumen erzählen, erscheint alles möglich: Astronautin, Pilot, Tierärztin, Unternehmer. „Wenn Du das wirklich willst, schaffst Du das auch.“ Dieser Satz ist für viele Eltern mehr als ein liebevoller Zuspruch. Er steht für Vertrauen und Zuversicht – und bildet das erste Startkapital eines Kindes. Er ist aber auch ein leiser Weckruf an die Eltern, früh mit dem Sparen für die Kinder zu beginnen.

Studie: Eltern prägen den Umgang mit Geld


Tatsächlich legen laut dem aktuellen Anlegerbarometer, einer repräsentativen Forsa-Befragung von mehr als 1.000 Eltern im Auftrag von Union Investment, 85 Prozent der Eltern regelmäßig Geld für ihren Nachwuchs zurück. Für die Altersvorsorge des eigenen Kindes sparen allerdings nur 13 Prozent schon heute etwas an. Eltern sind die wichtigsten Finanzlehrer ihrer Kinder. Das zeigt eine Studie der Universität Marburg: Sie sind die zentrale Anlaufstelle für junge Menschen, wenn es um Geldfragen geht. „Eltern prägen den Umgang mit Geld, die Haltung zum Sparen und das Verständnis von Vorsorge“, sagt Kerstin Knoefel von Union Investment. Die praktische Bedeutung zeigt sich, wenn aus Wünschen konkrete Pläne werden: Ob der Führerschein oder ein Auslandsaufenthalt – vieles kostet mehrere tausend oder sogar Zehntausende Euro. Auch ein Studium summiert sich schnell auf erhebliche Beträge, die meist zu großen Teilen von den Eltern getragen werden müssen. Ähnliches gilt für Ausbildungen, Weiterbildungen oder den Schritt in die Selbstständigkeit.

Zeit als entscheidender Faktor

Entscheidend ist dabei nicht in erster Linie die Höhe der Sparrate: „Der entscheidende Faktor ist die Zeit“, betont Kerstin Knoefel. Schon kleine, regelmäßige Beiträge könnten über Jahre ein solides Polster schaffen: „Wird es weiter aufgebaut, wird daraus im Lebensverlauf ein wichtiger Baustein.“ Startkapital wirkt zudem weit über die Jugend hinaus. Auch deshalb rückt frühe Vorsorge stärker in den Fokus – etwa durch die sogenannte Frühstartrente der Bundesregierung, die im Herbst 2026 vom Bundestag beschlossen werden soll. Sie setzt darauf, bereits in jungen Jahren Kapital aufzubauen.

Engagement der Eltern entscheidet

Doch entscheidend bleibt das darüber hinaus gehende Engagement der Eltern. Praktisch lässt sich das frühzeitige Sparen etwa über ein sogenanntes Juniordepot umsetzen. „Regelmäßige Einzahlungen in Investmentfonds ermöglichen es, den Faktor Zeit zu nutzen und Kapitalmarktchancen langfristig zu erschließen“, betont Kerstin Knoefel. Wer früh beginne, schaffe nicht nur finanzielle Spielräume, sondern lege den Grundstein dafür, dass aus großen Träumen echte Entscheidungen werden können.

Foto: djd/Union Investment/fizkes - stock.adobe.com

 

Veröffentlicht am: 18.08.2026

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