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Spielzeit 2026 im Passionstheater Oberammergau

Kultursommer mit Theaterkunst und Heimatsound



(von Ingrid Holzinger und Josef Scheppach) Mit einer Mischung aus Weltliteratur, bayerischem Kultstück und musikalischer Vielfalt startet das Passionstheater Oberammergau in den Sommer 2026. Drei große Publikumsmagnete werden den Sommer prägen: die Neuinszenierung von „Tyll“ nach dem Roman von Daniel Kehlmann, das Kultgastspiel „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“ sowie das überregional bekannte Heimatsound Festival.

„Tyll“ – Christian Stückl inszeniert Kehlmanns Bestseller


Tyll Ulenspiegel wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein einfacher Müller, gerät in die Fänge der katholischen Kirche, wird der Hexerei angeklagt und hingerichtet, woraufhin Tyll mit der Bäckerstochter Nele flieht. Die beiden geraten in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Auf seinem Weg durch das von Waffen und Pest verheerte Land, wird er Zeuge blutiger Schlachten, erlebt Hunger, Armut und religiösen Fanatismus, trifft auf Könige und Königinnen, Mönche und Bauern und begegnet einem Drachenforscher. Er jongliert mit Messern, tanzt auf Seilen und nutzt seine Rolle als Narr, um ungestraft die Wahrheit zu sagen. Er lacht dem Tod direkt ins Gesicht und scheint, anders als die Figuren um ihn herum, unsterblich zu sein.

Mit „Tyll“ bringt Regisseur Christian Stückl ein Werk auf die Bühne, das sich tief in das kollektive Gedächtnis der Gegenwart eingeschrieben hat. Daniel Kehlmanns Romanfigur, ein Narr und Grenzgänger, bewegt sich durch die Albträume des Dreißigjährigen Krieges und hält der Welt einen Spiegel vor. Die Oberammergauer Inszenierung – ausgestattet von Stefan Hageneier (Bühne & Kostüme) und musikalisch getragen von Markus Zwink – zeichnet ein schonungsloses Bild einer Epoche, die von Gewalt, Glaubensstreit und gesellschaftlicher Zerrüttung geprägt ist. Tyll Ulenspiegel, der zwischen Königen, Bauern und Kriegsopfern jongliert und tanzt, ist ein Überlebender – und ein Wahrsprecher, der sich seine Freiheit mit Witz, Mut und Ironie erkämpft.
Premiere: 26. Juni 2026, Beginn 20 Uhr

Weitere Termine: 27. Juni und 10. / 11. / 17. / 18. / 24. / 25. Juli 2026

Kultstück zu Gast: „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“

Gastspiel des Münchner Volkstheaters unter der Regie von Christian Stückl
Auch dieses Jahr ist die Erfolgsinszenierung des Münchner Volkstheaters in Oberammergau zu sehen. Der Brandner Kaspar überlistet den Tod. Als der Boandlkramer kommt, um ihn zu holen, macht er ihn mit Kerschgeist betrunken und schwindelt ihm beim Kartenspiel einige weitere Lebensjahre ab. Die Sache wird jedoch im Himmel beim Portner Petrus bekannt. Der duldet keine Abweichungen im göttlichen Schicksalsablauf. Da bleibt dem Boandlkramer nur eine Chance: den Brandner die Freuden der paradiesischen Ewigkeit auf Probe vorkosten zu lassen. Das ewige Drama um Leben und Tod ist hier eine Komödie. 

Weil es ein Einzelner vermag, die Allmacht des Todes und die himmlischen Schicksalsmächte mit seiner Schlitzohrigkeit und Dickköpfigkeit zu überlisten.

Seit Jahren begeistert das Stück in München und ist mit mehr als 350 ausverkauften Vorstellungen eine Erfolgsgeschichte des Münchner Volkstheaters. Das Ensemble – darunter Maximilian Brückner, Alexander Duda, Markus Brandl und viele weitere – bringt eine Geschichte auf die Bühne, die Teil der bayerischen Kultur geworden ist.

Die Geschichte vom Brandner Kaspar stammt von Franz Ferdinand von Kobell (1803-1882). Sie umfasst ursprünglich nur wenige Seiten und erzählt von einem Büchsenmacher am Tegernsee, den der Tod holen will. Die Erzählung wurde bald dramatisiert. Die erste Dramatisierung nahm Josef Maria Lutz mit „Der Brandner schaut ins Paradies“ vor, erschienen im Jahr 1934. Aus dem Jahr 1949 stammt die bekannte Verfilmung mit Carl Wery und Paul Hörbiger in den Hauptrollen.

Heute ist das Werk aus München nicht mehr wegzudenken: Kurt Wilhelm, ein Urgroßneffe Kobells (geboren 1923), schrieb 1974 eine Theaterfassung und wob zahlreiche Motive der poetischen Werke des Dichters in Dialoge und Handlung ein.
Termine: 3. und 4. Juli 2026, jeweils 19.30 Uhr

Heimatsound Festival 2026: Musikalische Vielfalt in Oberammergau

Das Heimatsound Festival hat sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht – als Ort, an dem Tradition auf Moderne trifft und musikalische Handschriften sichtbar werden. Kritiker loben die besondere Atmosphäre, die Mischung aus alpiner Kulisse und musikalischem Experiment. 2026 stehen unter anderem FIVA, Dreiviertelblut, The Magic Mumble Jumble, DIS M, Lenze und de Buam, AVEC, Loisach Marci, Lusterboden, Fättes B und Falschgeld auf der Bühne. Die Bekanntgabe von weiteren Bands folgt in den nächsten Wochen.

Termine 31. Juli / 1. August 2026
Karten: www.passionstheater.de / Telefon: 0 88 22 / 32 488
sowie bei München Ticket und allen bekannten Vorverkaufsstellen (zzgl. Gebühren)
Busshuttle: München > Oberammergau > München, Preis: 25,- Euro pro Person
Abfahrt: 16.30 Uhr ZOB München Hackerbrücke  /  Rückkehr: ca. 00.30 Uhr

Foto: Ashfaq Warizi
Ingrid Holzinger

 

Veröffentlicht am: 27.03.2026

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