
Schon mit sechs Jahren saß sie vor dem Laptop ihrer Eltern und spielte Minecraft. Heute gehört Gaming fest zu ihrem Alltag – und zu ihrem Berufsleben. mallemalena, 23 Jahre alt, vor Kurzem nach Hannover gezogen, hat sich in den vergangenen Jahren eine eigene Existenz als Creatorin aufgebaut. Gaming, Couple Content und ein markanter Tattoo-Stil sind dabei keine Zufälle, sondern Ausdruck ihrer Persönlichkeit.
„Gaming hat mich von klein auf begleitet und ist bis heute täglich präsent“, sagt sie. „Spätestens wenn ich abends nach der Arbeit auf der Couch sitze, wird eine Runde gezockt.“ Was für viele ein Hobby ist, ist für sie ein Rückzugsort – ein bewusster Gegenpol zum Alltag. „Man kann einfach abschalten und raus aus dem stressigen Alltag. Es ist wie eine andere Welt, in der man abtauchen kann.“
Als Frau in der Gaming-Szene erlebt sie überwiegend positive Reaktionen. Vorurteile begegnen ihr zwar immer wieder, doch sie geht offen damit um. „Ab und zu kommt mal ein Spruch, aber ich lasse mich davon nicht beeinflussen. Ich versuche eher, diese Vorurteile aus der Welt zu schaffen.“ Besonders wichtig ist ihr dabei die eigene Community. „Wir sind wie eine kleine Familie, die füreinander ein offenes Ohr hat. Das ist nicht in jeder Community so.“
Neben Gaming ist Couple Content ein weiterer, noch recht neuer Bestandteil ihres Creator-Alltags. Der Impuls kam 2025, als ihr Partner sie zur VENUS begleitete und dort viele andere Paare kennenlernte. „Er kam danach auf mich zu und meinte: Lass uns das doch einfach gemeinsam ausprobieren. Seitdem sind wir ein unschlagbares Team.“ Der gemeinsame Content bewegt sich in der BDSM-Szene und lebt vom Austausch mit den Fans. „Unsere Community bringt viele Ideen ein. Wir probieren Neues aus – und geben unseren Fans gleichzeitig Inspiration für ihre eigenen Beziehungen.“
Privates und Arbeit voneinander zu trennen, funktioniert für sie erstaunlich gut. „Natürlich hat man die Arbeit manchmal im Hinterkopf. Aber wenn man einmal den Dreh raus hat, lässt sich das gut trennen.“ Entscheidend sei der enge Kontakt zur Community. „Wir schreiben viel, tauschen uns aus und hören genau hin, was die Leute interessiert.“
Auch ihr Tattoo-Stil erzählt Geschichten. „Fast jedes Tattoo steht für ein Erlebnis. Ich habe mit 16 angefangen, mein Buch auf der Haut zu schreiben – und will es bis an mein Ende weiterführen.“ Ihr Look ist klar definiert: Blackwork, viel Schwarz, keine Farben. „Ich sage immer: Man soll von der anderen Straßenseite erkennen, was es ist.“ Für sie sind Tattoos kein Statement gegen die Gesellschaft, sondern für sich selbst. „Ich möchte mich nicht verstecken, sondern zeigen, wer ich wirklich bin.“ Dass Tätowierungen noch immer Vorurteile hervorrufen, beobachtet sie bewusst. „Oft wird das mit psychischen Problemen oder Aufmerksamkeitssuche gleichgesetzt – was definitiv nicht der Fall ist. So sind wir einfach, und so gefallen wir uns am besten.“
Beruflich ist mallemalena heute hauptberuflich Creatorin. Vorher arbeitete sie in der Telekommunikation, ein Job, der sie nicht erfüllte. „Ich wollte etwas, bei dem ich meine Einnahmen selbst in der Hand habe und von niemandem abhängig bin.“ Nach drei Jahren auf internationalen Plattformen fand sie mit 4based eine Alternative für den deutschen Markt. „Endlich gab es eine Plattform, die auch hier vernünftig funktioniert.“
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr die VENUS 2025. „Das war mein erstes Mal auf einer Messe. Es war total schön, die Menschen, die jeden Tag hinter mir stehen, endlich persönlich zu treffen.“ Rückhalt erfährt sie auch im privaten Umfeld. „Für manche ist es noch ein Tabuthema, aber meine Familie steht hinter mir. Ihnen ist wichtig, dass ich glücklich bin.“
Ihre Ziele sind klar: weiter wachsen, aufklären, Reichweite aufbauen. Und irgendwann, wenn alles stabil läuft, die Welt entdecken. „Dann steht eine Weltreise auf dem Plan.“
Quelle: 4based/mallemalena