^

URL: https://www.frauenfinanzseite.de/index.php?id=7,17966,0,0,1,0


Sepsis erkennen und Leben retten

Die unterschätzte Gefahr durch eine Infektion – was man wissen sollte



(djd). Ein grippaler Infekt, eine Blasenentzündung oder eine infizierte Wunde – meist steckt dahinter nichts Dramatisches. Manchmal kann sich daraus jedoch innerhalb weniger Stunden ein medizinischer Notfall entwickeln: die Sepsis.

Sie zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Rund um den Welt-Sepsis-Tag am 13. September macht die Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis, initiiert vom Aktionsbündnis Patientensicherheit, auf diese unterschätzte Gefahr aufmerksam.

Todesfälle oft vermeidbar

Jährlich erkranken hierzulande mindestens 230.000 Menschen an einer Sepsis, wenigstens 85.000 sterben daran. Es ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Dabei gilt ein großer Teil der Todesfälle als vermeidbar. „Sepsis ist einer der häufigsten medizinischen Notfälle in Deutschland und gleichzeitig einer der unbekanntesten. Solange die meisten Menschen nicht wissen, woran sie eine Sepsis erkennen, werden wir weiter vermeidbare Todesfälle sehen“, sagt Prof. Dr. Stefan Schröder, Chefarzt am Artemed Krankenhaus Düren. Sepsis, umgangssprachlich Blutvergiftung genannt, ist eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Dabei gerät das Immunsystem außer Kontrolle und greift nicht nur die Erreger, sondern auch körpereigenes Gewebe und Organe an. Ohne Behandlung kann es in kurzer Zeit zu Organversagen kommen.

Warnzeichen rechtzeitig erkennen


Tückisch ist, dass die Beschwerden oft einer Grippe ähneln. Liegt eine Infektion vor, die sich verschlechtert und kommt mindestens ein Warnzeichen hinzu, etwa ein ungewöhnlich starkes Krankheitsgefühl, extreme Schmerzen, Verwirrtheit, Atemnot, Herzrasen oder Blutdruckabfall, bläuliche, kalte oder fleckige Haut sowie hohes Fieber oder Schüttelfrost, könnte es eine Sepsis sein. Wie dramatisch sich eine Sepsis entwickeln kann, erlebte Kristina, die 2019 eine schwere Streptokokken-Sepsis überlebte. Sie plädiert: „Wenn es euch so schlecht geht, wie es euch noch nie ging, einfach richtig schlimm, und man wirklich ein schlechtes Gefühl hat: nicht zögern, fragen – könnte es eine Sepsis sein? Handelt schnell, schnell, schnell.“

Verdacht auf Sepsis äußern

Es zählt jede Stunde. Wer im Verdachtsfall sofort den Rettungsdienst ruft und den Verdacht auf Sepsis anspricht, verbessert seine Chancen. Mehr Tipps und Infos gibt es online. Besonders gefährdet sind Ältere über 60 Jahre, Säuglinge und Kleinkinder, chronisch Kranke sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Der beste Schutz ist, Infektionen möglichst zu verhindern oder konsequent zu behandeln. Dazu gehören vollständiger Impfschutz, regelmäßiges Händewaschen, sorgfältige Wundversorgung und jede Infektion ernst nehmen.

Foto: djd/Aktionsbündnis Patientensicherheit/Getty Images/blackCAT

 

Veröffentlicht am: 17.08.2026

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Nächsten Artikel lesen

Vorherigen Artikel lesen

 

Neu:

▪ Krise im Kurs, Stärke im Markt: Weshalb Anleger Gold nicht abschreiben sollten

▪ Sepsis erkennen und Leben retten

▪ Reiseversicherung gegen Auslandskrankenversicherung

▪ Ein furioses Fest der Musik und Lebensfreude

▪ Spielerisch zum Katzenglück

▪ Der Klimawandel als Inflationstreiber

▪ So zieht die Ruhe zu Hause ein

▪ UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator Juli 2026

▪ Viele Autofahrer zahlen zu viel für Pannenschutz

▪ DWS Chart der Woche: Warnsignale am US-Arbeitsmarkt?


 

 

 

 

Werbung

Werbung

 

 

 

Werbung

             

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk:
| Börsen-Lexikon
| Fotograf Fotomensch Berlin
| Geld & Genuss
| gentleman today
| genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock.de
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

© 2026 by frauenfinanzseite.de, Groß-Schacksdorf. Alle Rechte vorbehalten.