
Nach der Zinserhöhung im Juni dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli eine geldpolitische Pause einlegen. Ohnehin ist unserer Meinung nach keine Eile geboten.
Die Inflationserwartungen sind verankert und die Inflation ist bereits im Juni unter die Drei-Prozent-Marke gefallen, was sich im Juli wiederholen dürfte. Auch die Preiserwartungen, die Teil der Stimmungsindikatoren sind, sind zuletzt nicht weiter gestiegen. Dennoch zeigt die aktuelle Volatilität der Energiepreise, dass hinsichtlich der Inflationsrisiken weiterhin Vorsicht geboten ist. Mit den neuen Projektionen im September rechnen wir mit einer weiteren Zinserhöhung auf 2,50 Prozent.
Wir halten aber nach wie vor an unserer Einschätzung fest, dass eine restriktive Geldpolitik nicht notwendig ist, da die konjunkturelle Entwicklung weder für deutliche Lohnsteigerungen noch für eine wirkliche Preissetzungsmacht der Unternehmen spricht.