
Die Daten zur Entwicklung der deutschen Lebenshaltungskosten fielen gemischt aus. Einerseits ist die Inflationsrate von 2,8 Prozent im Juli auf 2,9 Prozent im August geklettert. Besonders die Energiepreise verteuerten sich erneut kräftig. Sie legten um 10,5 Prozent zu, was vor allem auf die gestiegenen Ölpreisnotierungen zurückzuführen ist. Dagegen sind die Gaspreise laut dem Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen immer noch leicht gesunken.
Andererseits stiegen die Nahrungsmittelpreise nur noch um 0,1 Prozent, nachdem sie im Juli noch um 0,4 Prozent zugelegt hatten. Und auch sonst lässt sich kein zusätzlicher Preisdruck erkennen, denn die Kernrate blieb mit 2,4 Prozent unverändert. Dabei ging der Preisanstieg bei Dienstleistungen sogar leicht von 2,9 Prozent auf 2,8 Prozent zurück. Zwar bedeutet der erneute Anstieg der deutschen Inflation im August keine Entwarnung. Aber es ist eine gute Nachricht für die EZB, dass sich der Preisauftrieb in Deutschland nicht ausgeweitet hat. Wir rechnen in der kommenden Woche noch mit einer weiteren Zinserhöhung auf 2,50 Prozent.