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Klimaziel wird verfehlt: Was jetzt getan werden muss

Kommentar von Andreas Ehrbar, Chief Operating Officer der aream Group



Das Desaster ist offiziell: Laut dem jüngsten UN-Klimabericht ist es „unvermeidlich“, dass die Welt das Ziel des Pariser Klimaabkommens nicht einhalten wird. Im Vorfeld der anstehenden Klimakonferenz in der Türkei im November muss nun Druck gemacht werden. „Das Ziel wird verfehlt, aber die Folgen müssen wenigstens begrenzt werden“, kommentiert Andreas Ehrbar, Chief Operating Officer der aream Group.


Laut UN ist das in Paris vereinbarte Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, nicht mehr zu erreichen. Die Folgen seien klar: Jeder zusätzliche Bruchteil eines Grades und jedes weitere Jahr über 1,5 Grad Celsius verstärke die Klimaauswirkungen und -risiken, wie zum Beispiel tödliche Überschwemmungen, Hitzewellen und Waldbrände.

Das Ziel sollte nun darin bestehen, so der Bericht, das Ausmaß dieses „Überschreitungsszenarios“ möglichst klein zu halten und die Temperaturen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts wieder auf 1,5 Grad oder darunter zu senken. „Das zu erreichen, dürfte allerdings sehr schwierig werden“, sagt Ehrbar. „Uns rennt die Zeit davon.“

Im optimistischsten UN-Szenario könne die globale Erwärmung auf 1,7 bis 1,8 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden, bevor die Temperaturen bis 2100 wieder auf 1,5 Grad Celsius gesenkt würden. Dafür müssten die Treibhausgasemissionen allerdings drastisch sinken: bis 2030 um 18 Prozent, bis 2035 um 45 Prozent und bis 2040 um 69 Prozent gegenüber dem Stand von 2025. Zudem müssten riesige Mengen an Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt und dauerhaft gespeichert werden. „Selbst die UN bezeichnen dies als ‚ungewiss‘“, so Ehrbar. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Netze und Speicher müsse mit aller Kraft vorangetrieben werden. „Und zwar weltweit.“

Die Photovoltaikanlagen im aream-Portfolio hatten im September einen schwierigen Monat. In Deutschland wurde das Soll nur zu 76 Prozent erreicht, inklusive der vergüteten Abregelungen waren es allerdings 98 Prozent. „Daneben verhinderten Netzabschaltungen und kleinere Störungen eine bessere Performance“, erklärt Ehrbar. Die spanischen Anlagen kamen auf eine Zielerreichung von 62 Prozent und hätten inklusive nicht vergüteter Abregelungen 94 Prozent erreicht. Die Anlagen in Italien lieferten trotz immer noch vorhandener Spannungsschwankungen im Stromnetz eine stabile Performance mit einer Zielerreichung von 99 Prozent.

Zufriedenstellend lief es im September auch für die aream-Windanlagen in Deutschland: Trotz regional sehr unterschiedlichen Windaufkommens, einer gedrosselten Anlage und vergüteter Abregelungen von rund 1.500 MWh wurde der Sollwert zu knapp 91 Prozent erreicht. „Ohne Abregelungen wären es 100 Prozent gewesen“, so Ehrbar.

 

Veröffentlicht am: 27.10.2026

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