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Sonntag, 14. Juli 2024
   
 

Cecilia Bartoli neue Direktorin der Opéra de Monte-Carlo

Die weltbekannte Opernsängerin präsentiert 2023 spektakuläre Highlights



Die weltbekannte italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli wird ab dem 1. Januar 2023 Direktorin der Opéra de Monte-Carlo. Sie tritt die Nachfolge von Jean-Louis Grinda an, der den prächtigen Salle Garnier in Monaco seit 2007 leitete.

„Ich bin voller Energie und positiver Stimmung, die sich leicht auf unsere Crews, Teams und vor allem unser Publikum übertragen lassen“, freut sich Cecilia Bartoli über die neue Herausforderung.

Bei der Planung ihrer Spielzeit 2023 stellte die designierte Direktorin bewusst Bewährtes in den Mittelpunkt, und setzte dazu auf eine Reihe großartiger Inszenierungen, deren hoher künstlicher Anspruch den Ruf des prächtig vergoldeten Salle Garnier von 1879 als eines der führenden Opernhäuser stärken und ausbauen wird. Cecilia Bartoli sagte, es sei ihr wichtig „die Kontinuität zu wahren, oder besser gesagt, auf dem Fundament aufzubauen, das mein Freund Jean-Louis Grinda über viele Jahre hinweg so erfolgreich gelegt hat. Mit unserem treuen Publikum begeben wir uns nun auf eine musikalische Reise durch drei Jahrhunderte. In vielerlei Hinsicht spiegelt diese Reise auch meine persönliche Reise wider“.

Eröffnet wird die Opernsaison der Opéra de Monte-Carlo am 20. Januar 2023 mit Händels ‚Alcina‘ und Cecilia Bartoli in der Titelrolle. Les Musiciens du Prince, das in Monaco ansässige Orchester, spielt unter der Leitung des Chefdirigenten Gianluca Capuano und unterstreicht damit die Bedeutung, die Cecilia Bartoli einer langfristigen Zusammenarbeit und der sorgfältigen Beachtung musikalischer Details beimisst. In Giordanos ‚Andrea Chénier‘ (Premiere am 19. Februar) tritt der berühmte deutsche Startenor Jonas Kaufmann erstmals in einer szenischen Aufführung in Monaco auf.

Ein weiteres Highlight ist das Recital des legendären Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim (10. März) anlässlich seines 80. Geburtstages am 15. November 2022. Barenboim war es, der Cecilia Bartoli als junge Sängerin entdeckte und sie ermutigte, die Welt zu erobern. Nach einigen Jahrzehnten der Abwesenheit kehrt Plácido Domingo in Verdis Meisterwerk ‚La Traviata’ eine Woche später auf die Bühne des Salle Garnier zurück, gefolgt von einem Gastspiel der Wiener Staatsoper und den Wiener Philharmonikern mit Mozarts ‚Figaros Hochzeit’. Rossinis ‚Barbier von Sevilla’ (16. April) wird von Rolando Villazón auf komödiantische und visuell schillernde Weise inszeniert.

Neben den Produktionen der Opéra de Monte-Carlo im eigenen Land wird der Name des Theaters auch über das Fürstentum hinaus durch Konzerte und Residenzen von Les Musiciens du Prince in den großen europäischen Musikzentren und -festivals bekannt gemacht. Im Oktober 2022 wurde eine Version von Händels Alcina beim Maggio Autumn Festival in Florenz gezeigt, gefolgt von Konzerten in Barcelona (Liceu), Madrid (Teatro Real), Valencia und Toulouse. Im November finden in acht Städten, darunter Paris (Philharmonie), Luxemburg, Hamburg (Elbphilharmonie), München und Prag, Aufführungen von Mozarts ‚La clemenza di Tito’ statt. Eine Tournee nach Skandinavien sowie die traditionellen Auftritte bei den Salzburger Pfingst- und Sommerfestspielen runden die Saison 2023 der Opéra de Monte-Carlo ab.

Cecilia Bartoli

Die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli hat sich in ihrer mehr als 30-jährigen Karriere als eine der weltweit führenden Künstlerinnen der klassischen Musik etabliert. Ihre Arbeit auf der Bühne ist geprägt von einer feurigen Leidenschaft für die Entdeckung selten aufgeführter Musik und einem tiefen Interesse an der historischen Aufführungspraxis. Ihre groß angelegten Projekte über Grenzen verschiedener Kunstformen hinweg, brachten ihr weltweite Anerkennung und prestigeträchtige Positionen in Salzburg und Monte Carlo. Heute kann sie mit Stolz behaupten, Musikgeschichte geschrieben zu haben und ein Vorbild für künftige Generationen zu sein. Alle Projekte von Cecilia Bartoli zeichnen sich durch ihre Persönlichkeit und Musikalität, gepaart mit großer Herzlichkeit und Charisma aus.

Zu den Meilensteinen ihrer Karriere zählen die Erstaufführung von Rossinis ‚La cenerentola’ an der MET in New York 1997, das legendäre Vivaldi-Album, das seit 1999 millionenfach verkauft wurde, der Konzertmarathon am Tag von Maria Malibrans 200. Geburtstag in Paris 2008, ihre ikonoklastische Herangehensweise an Bellinis ‚Norma’ im Jahr 2013, eine begeistert aufgenommene Woche mit Rossini-Opern an der Wiener Staatsoper 2022 und ihre berühmten Musikprojekte ‚Salieri’, ‚Gluck’, ‚Opera proibita’, ‚Maria’, ‚Sacrificium’, ‚Mission’ und ‚St. Petersburg’.

Der Ordre du Mérite Culturel des Fürstentums Monaco, der ihr 2013 verliehen wurde, Ehrendoktortitel, fünf Grammys, mehr als ein Dutzend Echos und Brit Awards, der Polar Music Prize, der Léonie-Sonning-Music Prize, der Herbert-von-Karajan-Preis und viele andere Auszeichnungen zeugen von Cecilia Bartolis bedeutender Rolle in der Welt der Musik und Kultur. Infolgedessen wurde sie zur Präsidentin von Europa Nostra ernannt - der europäischen Stimme der Zivilgesellschaft, die sich für das kulturelle und natürliche Erbe einsetzt. Sie trat dieses Amt für eine Amtszeit von zunächst fünf Jahren im Jahr 2022 an.

Foto:
©OMC - Fabrice Demessence

 

Veröffentlicht am: 23.11.2022

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