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Dienstag, 17. März 2026
   
 

Fed: Abwartende Haltung vor weiteren Entscheidungen

... von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management



Angesichts der anhaltenden Inflation und der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Lage im Nahen Osten wird erwartet, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Zinsen im März unverändert lässt. Die vierteljährliche Aktualisierung der Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (Summary of Economic Projections, SEP) könnte eine restriktivere Haltung des Offenmarktausschusses (FOMC) widerspiegeln: Da sich die meisten Mitglieder weiterhin auf Inflationsrisiken konzentrieren, könnten mehr geldpolitische Entscheidungsträger von einer Zinssenkung in diesem Jahr absehen.

Unsere Erwartungen:


-   Der Offenmarktausschuss (FOMC) wird den Zielkorridor für den Leitzins bei 3,50 %–3,75 % belassen. Es werden zwei Gegenstimmen erwartet (Stephen Miran und Christopher Waller), die sich für eine Senkung um 25 Basispunkte aussprechen. Aufgrund der laut dem Bureau of Labor Statistics (BLS) im Februar verzeichneten Arbeitsplatzverluste könnte auch Michelle Bowman diese Position unterstützen.
 -   In der Erklärung dürften das starke Wachstum und die nach wie vor hohe Inflation hervorgehoben und gleichzeitig die zunehmende makroökonomische Unsicherheit betont werden – insbesondere nach der Aufhebung der Gegenzölle durch den Obersten Gerichtshof und vor dem Hintergrund eines mit dem Iran-Konflikt verbundenen Energieschocks. Die Fed wird zudem darauf hinweisen, dass die geringe Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze und ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit auf eine nach wie vor fragile Stabilisierung des Arbeitsmarktes hindeuten.
-    Die SEP dürfte stabil bleiben und in diesem Jahr ein Wachstum von über 2 % verzeichnen – auch wenn diese Prognose aufgrund der Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage gegenüber den im Dezember genannten 2,3 % leicht nach unten korrigiert wurde. Gleichzeitig dürften die Inflationsprognosen für 2026 sowohl für den Gesamtindex als auch für den Kernindex nach oben korrigiert werden und über den im Dezember veröffentlichten Werten von 2,4 % bzw. 2,5 % liegen. Diese Korrektur spiegelt den stärkeren Inflationsdruck im Energiesektor sowie einen anhaltend festen Kern-PCE[1] von rund 3 % wider. Am Arbeitsmarkt werden keine größeren Korrekturen erwartet; die Arbeitslosenquote dürfte 2026 bei etwa 4,4 % bis 4,5 % bleiben.
-    Da mehrere Fed-Mitglieder den Inflationsrisiken größere Bedeutung beimessen, dürften die Prognosen auf längerfristig höhere Zinssätze hindeuten. Der seit September unverändert bei 3,4 % liegende Medianwert für den erwarteten Zinssatz 2026 würde keine Zinssenkung mehr beinhalten, da bereits drei Änderungen in den individuellen Prognosen ausreichen würden, um den Medianwert zu verschieben. Was den auf 3,0 % geschätzten langfristigen Gleichgewichtszinssatz betrifft, so könnte dieser angesichts stärkerer Produktivitätszuwächse leicht nach oben korrigiert werden.
-    Darüber hinaus wird die Zentralbank die Ende 2025 eingeleiteten Käufe im Rahmen der Reserveverwaltung (RMP) fortsetzen.

Zusammenfassend

Jerome Powell dürfte eine vorsichtige, datengestützte Geldpolitik bekräftigen und die Stärke des Konjunkturzyklus sowie eine Rückkehr der Inflation zum Zielwert erst ab 2028 hervorheben. Er wird betonen, dass jede Lockerung eindeutige Anzeichen für einen anhaltenden Rückgang der Inflation in Richtung 2 % erfordern wird, gleichzeitig aber bereit bleiben, im Falle einer Verschlechterung der Arbeitsmarktlage zu reagieren. Trotz des aktuellen Energieschocks dürfte die Federal Reserve einen vorübergehenden Preisdruck tolerieren: Kostenanstiege im Zusammenhang mit Versorgungsschocks, die in der Regel vorübergehend sind, rechtfertigen keine geldpolitische Reaktion, solange die Inflationserwartungen fest verankert bleiben.

 

Veröffentlicht am: 17.03.2026

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