Die Goldpreise blieben am Freitag weitgehend stabil, da niedrigere Renditen für US-Staatsanleihen und ein schwächerer Dollar dem Edelmetall eine gewisse Stütze boten.
Der jüngste Bericht zur PCE-Inflation in den USA trug dazu bei, Inflationssorgen etwas zu mildern, was zu einem Rückgang der Renditen für US-Staatsanleihen führte und dem Goldpreis eine gewisse Entlastung verschaffte. Dennoch könnte das Edelmetall weiterhin Abwärtsrisiken ausgesetzt sein, da die Märkte weiterhin davon ausgehen, dass die US-Notenbank die Zinsen noch vor Jahresende um 25 Basispunkte anheben wird.
Auch die Renditen europäischer Anleihen gaben am Freitag nach, was Gold zusätzliche Unterstützung bot. Dennoch bleiben die Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Straffung im Euroraum bestehen. Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, bekräftigte, dass die Entscheidungsträger die Zinsen möglicherweise weiter anheben müssen, um die Inflation einzudämmen. Die Märkte rechnen derzeit mit einer weiteren Zinserhöhung bei der EZB-Sitzung im September.
Mit Blick auf die Zukunft werden die Marktteilnehmer die kommenden Wirtschaftsdaten weiterhin genau beobachten, um weitere Hinweise auf die Aussichten für die globale Geldpolitik zu erhalten. Jegliche Anzeichen dafür, dass die Inflation hartnäckig anhält, könnten die Erwartungen einer restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken verstärken und den Goldpreis belasten. Langfristig könnten die anhaltenden Ankäufe der Zentralbanken den Goldpreis weiterhin stützen und dazu beitragen, Abwärtsrisiken zu begrenzen.