
Die Goldpreise blieben nahe den Mehrmonatstiefs und stabilisierten sich angesichts eines stabilen Dollars und stabiler Anleiherenditen bis zu einem gewissen Grad.
Das Edelmetall ist jedoch weiterhin mit Abwärtsrisiken konfrontiert, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise nach einer zweiwöchigen Erholung wieder in die Höhe treiben könnten. Hohe Energiepreise könnten Inflationssorgen schüren und die Renditen von US-Staatsanleihen in die Höhe treiben, was wiederum den Goldpreis belasten würde.
Selbst nach den jüngsten schwächeren Inflationszahlen preisen die Märkte weiterhin eine Zinserhöhung der Federal Reserve noch vor Jahresende ein. Ein weiterer Anstieg der Ölpreise – sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter zuspitzen – könnte die Inflationssorgen verstärken, die Argumente für eine straffere Geldpolitik untermauern und die Renditen weiter in die Höhe treiben, was den Goldpreis nach unten drücken würde.
Auch die Entscheidungen der Zentralbanken stehen im Fokus. Die Europäische Zentralbank wird ihren geldpolitischen Beschluss bekanntgeben und dürfte die Zinsen unverändert lassen, während die US-Notenbank und die Bank of England beide nächste Woche über ihre Zinssätze entscheiden werden. Neue Leitlinien aller drei Zentralbanken könnten dazu beitragen, die Erwartungen zu prägen und die kurzfristige Entwicklung des Goldpreises zu beeinflussen.
Langfristig dürften die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbanken weiterhin als stabile Nachfragequelle wirken, die Preise stützen und den Spielraum für weitere Rückgänge begrenzen.