
Die Entwicklung der Inflationsrate war 2025 von einem Auf und Ab geprägt. Vor allem der Anstieg der Nahrungsmittelpreise im ersten Halbjahr sorgte für Unmut bei den Konsumenten. Mittlerweile hat sich der Anstieg jedoch etwas beruhigt.
In der zweiten Jahreshälfte zogen dagegen die Dienstleistungspreise wieder an, was vor allem auf die immer noch kräftigen Lohnsteigerungen zurückzuführen ist. Insgesamt lag die deutsche Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2025 wie schon im Vorjahr bei 2,2 Prozent. Dank der Lohnsteigerungen der vergangenen Jahre konnten die kumulierten Reallohnverluste durch die hohe Inflation der Jahre 2022 und 2023 mittlerweile aber wieder ausgeglichen werden. Dies sollte dem Konsum im Jahr 2026 eine gewisse Unterstützung geben.
Entwicklung im Dezember 2025
Mit 1,8 Prozent lag der Anstieg der Lebenshaltungskosten im Dezember 2025 deutlich unter den Markterwartungen und erstmals in diesem Jahr unter der Marke von 2,0 Prozent. Energie wurde deutlich günstiger (-1,3 Prozent) und trotz des Weihnachtsgeschäfts stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Dezember nur noch um 0,8 Prozent (im November 2025 waren es noch 1,2 Prozent). Rabatte im Einzelhandel für Bekleidung dürften zudem den Preisanstieg bei Konsumgütern begrenzt haben.
Doch auch im Dezember blieben die Dienstleistungspreise das Sorgenkind. Wie schon im Vormonat stiegen sie um 3,5 Prozent. Sie dürften auch in diesem Jahr der wesentliche Treiber für den Anstieg der Lebenshaltungskosten bleiben, zumal ein höherer Mindestlohn und die anhaltende Knappheit am Arbeitsmarkt eine Belastung für Dienstleistungsunternehmen sein werden. Daher rechnen wir 2026 in Deutschland mit einer Inflationsrate von 2,1 Prozent, die wiederum leicht über dem EWU-Durchschnitt von 2,0 Prozent liegen dürfte.