
Der Arbeitsmarktbericht für Januar zeigt einen beeindruckenden Anstieg der Beschäftigung um 130.000 Stellen. Die Gesundheitsbranche führte neuerlich die Einstellungen an und schuf 82.000 Jobs. Potenziell KI-betroffene Kategorien entwickelten sich gemischt: Stellen in IT (-12.000) und Finanzdienstleistungen (-22.000) gingen zurück, während die unternehmensbezogenen Dienstleistungen einen soliden Zuwachs von +34.000 verzeichneten.
Auch die Bauwirtschaft zeigte sich mit +33.000 robust, und das verarbeitende Gewerbe lieferte – im Einklang mit Auftragslage und Stimmung – einen leichten Zuwachs von 5.000 Stellen nach mehreren Monaten mit Verlusten. Die starken Neueinstellungen spiegeln sich auch in der Arbeitslosenquote wider, die von 4,4 Prozent auf 4,3 Prozent sank. Zusammen mit einem Anstieg der Erwerbsquote auf 62,5 Prozent (von zuvor 62,4 Prozent) sendet der Bericht hier ein deutlich robustes Signal.
Die starken Zahlen kommen zusammen mit den endgültigen Revisionen für 2025, die zeigen, dass im vergangenen Jahr lediglich 181.000 statt der zuvor gemeldeten 584.000 Jobs geschaffen wurden. Insgesamt deutet der Bericht darauf hin, dass sich die Arbeitsmärkte weiterhin in einer soliden Verfassung befinden – in der Nähe der Vollbeschäftigung – wenngleich Datenqualität ein Problem bleibt. Für die US-Notenbank bestätigt der Bericht die Haltung zunächst einmal abzuwarten - voraussichtlich so lange, bis die Inflation die Auswirkungen der Zölle vollständig verdaut hat. Dies dürfte etwa Mitte 2026 der Fall sein.