
Die letzten zwei Wochen standen erneut im Zeichen vieler geldpolitischer und geopolitischer Ereignisse.
Zum einen überraschte der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh die Märkte bei seiner ersten Notenbanktagung mit einer tendenziell falkenhaften Haltung: Neben der Tatsache, dass dieser nun keine Forward Guidance mehr geben wird und damit zum Ziel hat, den Märkten eine freiere Preisfindung auch abseits der Fed-Kommunikation zu erlauben, stellte er mehrmals das Mandat der Preisstabilität und das Inflationsziel von zwei Prozent in den Vordergrund.
Geopolitisch war es zuletzt nicht weniger spannend: Die USA und der Iran konnten sich auf einen Rahmenvertrag einigen, welcher unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus vorsah. Dennoch bleibt die Lage fragil, wie die Entwicklungen über das Wochenende erneut zeigen. Globale Aktien handelten unter Schwankungen überwiegend seitwärts, Staatsanleihen profitierten von Renditerückgängen, Gold litt unter einem festeren Dollar und steigenden Realrenditen, während der Ölpreis weiter spürbar unter Druck geriet. Die anhaltend fragile Lage am Persischen Golf sowie eine nun unterstützende Saisonalität dürften einem weiteren starken Preisverfall von Letzterem jedoch entgegenstehen.
Kurzfristiger Ausblick
Die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran erzeugte durch sinkende Ölpreise und damit auch wieder sinkenden Inflationserwartungen initial eine Erleichterung an den Märkten. Wenngleich die Entwicklung am Persischen Golf fragil bleibt, richtet sich der Blick nun langsam auch auf die bevorstehende Berichtssaison für das zweite Quartal.
Heute werden neben den chinesischen Einkaufsmanagerindizes (Jun.) auch die Verbraucherpreise aus Deutschland und Frankreich veröffentlicht (Jun.).
Am Mittwoch folgen neben den Verbraucherpreisen für die Eurozone (Jun.) auch die finalen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe aus Spanien und Italien sowie der gesamten Eurozone (Jun.).
Am Donnerstag wird die Arbeitslosenquote der Eurozone (Mai) und der USA (Jun.) veröffentlicht. Zudem folgen aus den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung der Vorwoche.
Am Freitag werden dann die Einkaufsmanagerindizes der Dienstleistung aus Frankreich, Spanien, Italien sowie der gesamten Eurozone veröffentlicht (Jun.).