
Setzen Sie sich mit den Herrschaften hinter dem internationalen Fußball auseinander und behalten Sie zumindest zwischendurch auch Top Tipps von Experten für Sportwetten in Deutschland im Auge, kommen Sie an Gianni Infantino kaum vorbei.
Auch für Sportwetten ist es enorm wichtig, Wissen anzusammeln und hierzu gehört auch die Funktionsweise der UEFA und FIFA. Heute ist sein Name unmittelbar mit der FIFA verbunden.
Dabei fing seine Laufbahn im großen Verbandsfußball eher unscheinbar an. Im Jahr 2000 wechselte er zur UEFA. Und das zunächst nicht als öffentlich bekanntes Gesicht, sondern als Jurist und Mitarbeiter hinter den Kulissen.
Der Einstieg bei der UEFA
Vollkommen neu war das Umfeld für Infantino zu diesem Zeitpunkt nicht. Er hatte Jura studiert, beim International Centre for Sports Studies in Neuenburg gearbeitet und sich bereits mit rechtlichen Fragen im Sport beschäftigt. Bei der UEFA landeten dann unter anderem Verträge, kommerzielle Themen und die Klublizenzierung auf seinem Tisch.
Im Jahr 2004 übernahm er die Leitung des Bereichs Recht und Klublizenzierung. Drei Jahre später war Infantino für einige Monate kommissarischer CEO der UEFA, anschließend avancierte er zum stellvertretenden Generalsekretär. Und 2009 folgte schließlich jener Posten, der seine weitere Karriere wohl entscheidend geprägt hat: Er wurde Generalsekretär des europäischen Verbandes.
Jahr - Station
2000 - Beginn bei der UEFA
2004 - Direktor für Recht und Klublizenzierung
2007 - Interim-CEO und später stellvertretender Generalsekretär
2009 - UEFA-Generalsekretär
2016 - Wahl zum FIFA-Präsidenten
Plötzlich kannte man auch das Gesicht dazu
Möglicherweise wurde Infantino für Sie allerdings gar nicht durch Organigramme oder Verbandssitzungen bekannt. Wahrscheinlicher ist, dass Sie ihn bei den Auslosungen der Champions League sowie der Europa League beziehungsweise zuvor des UEFA-Cups gesehen haben. Kugeln öffnen, Paarungen verlesen, Regeln erklären - auf diese Weise bekam ein Funktionär, dessen eigentliche Arbeit größtenteils im Hintergrund stattfand, mit der Zeit ein ziemlich bekanntes Gesicht.
Seine Rolle war natürlich deutlich größer, als diese Fernsehauftritte vermuten ließen. Als Generalsekretär stand er an der Spitze der UEFA-Verwaltung und war in zahlreiche Fragen rund um den europäischen Klub- und Nationalmannschaftsfußball eingebunden. Nur bekam man davon als normaler Zuschauer wesentlich weniger mit.
Dass daraus einmal die FIFA-Präsidentschaft werden würde, war trotzdem keineswegs selbstverständlich. Im Herbst 2015 ging dann plötzlich einiges sehr schnell. Am 26. Oktober stellte sich das UEFA-Exekutivkomitee geschlossen hinter Infantinos Kandidatur für die Nachfolge an der Spitze des Weltverbandes.
115 Stimmen änderten alles
Die Entscheidung fiel am 26. Februar 2016 in Zürich. Im ersten Wahlgang des außerordentlichen FIFA-Kongresses erreichte damals keiner der Kandidaten die nötige Mehrheit. Also musste ein zweiter Durchgang her. Dort bekam Infantino 115 Stimmen. Sein stärkster Konkurrent, Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa, kam auf 88. Aus dem langjährigen UEFA-Generalsekretär wurde damit, als Nachfolger von Sepp Blatter, der neunte Präsident der FIFA.
Stellen Sie die einzelnen Stationen heute nebeneinander, erscheint diese Karriere fast zwangsläufig. So war es natürlich nicht. Zwischen dem Einstieg bei der UEFA und Zürich lagen immerhin 16 Jahre, und vor allem die turbulente Phase des Weltfußballs rund um 2015 hatte die Ausgangslage komplett verändert.
An der FIFA-Spitze ist noch lange nicht Schluss
Infantino blieb auch danach. Im Jahr 2019 wurde er erneut gewählt, 2023 folgte die nächste Bestätigung. Die FIFA wertet die Amtszeit ab 2019 als seine erste vollständige vierjährige Periode, da er 2016 zunächst eine bereits laufende Amtsperiode übernommen hatte.
Und auch danach soll für ihn offenbar noch nicht Schluss sein. Beim FIFA-Kongress in Vancouver kündigte Infantino am 30. April 2026 an, 2027 erneut kandidieren zu wollen. Aus dem Juristen, der einst innerhalb der UEFA mit Rechts- und Lizenzierungsfragen begann, ist so über gut zwei Jahrzehnte eines der prägendsten Gesichter des internationalen Verbandsfußballs geworden.
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