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Montag, 18. Mai 2026
   
 

Amundi German Masters powered by VcG - Tag 4

Harm feiert Heimsieg mit Birdie an der 18 – fünf Deutsche in den Top Ten



Dramatisches Finale eines begeisternden Wettbewerbs: In einem hochspannenden Rennen um den Titel des Amundi German Masters powered by VcG 2026 feiert Leonie Harm im 97. Start auf der Ladies European Tour ausgerechnet in der Heimat ihren ersten Titel auf der Tour. 


Im einzigen Event der LET in Deutschland auf dem anspruchsvollen Nord Course der Green Eagle Golf Courses schob sich die 28-Jährige mit zwei Birdies auf den Löchern 17 und 18 und einer 69er Runde noch an Casandra Alexander aus Südafrika vorbei und jubelte bei zehn unter Par über den Sieg – der zweite Triumph einer deutschen Golferin beim Amundi German Masters powered by VcG nach Alexandra Försterling 2024. Rang drei teilen sich die beiden Deutschen Alexandra Försterling und Chiara Noja mit der kanadischen Teenagerin Anna Huang. 

„Ich bin gerade ein bisschen emotional überfordert“
, verriet Leonie Harm direkt nach ihrem Triumph. „Es freut mich riesig, dass ich es hier in Deutschland über die Linie gebracht habe, nachdem ich 2022 schon einmal sehr nah dran war – und das vor diesen Zuschauern, die es am Sonntag alle hier auf die Anlage geschafft haben, macht es zu einem ganz besonderen Gefühl. Ich freue mich wirklich sehr, dass es gerade bei diesem wundervollen Turnier in Deutschland geklappt hat.“

Es ist der vorübergehende Höhepunkt einer beeindruckenden Karriere von Leonie Harm, die als 15-Jährige nach einem schlimmen Unfall um ihr Leben kämpfte, später zu einer der besten deutschen Golferinnen ihrer Generation aufstieg, 2022 mit Rang zwei bei der Premiere des Amundi German Masters powered by VcG für Furore sorgte und schließlich 2024 ans Aufhören dachte, weil die Ergebnisse ausblieben. Doch Harm fand zurück in die Spur und krönt ihr eindrucksvolles Comeback mit einem der prestigeträchtigsten LET-Titel auf einem der herausragenden Kurse im europäischen Profigolf. 

„Es war ein großartiges Turnier, eine großartige Runde, und wir hatten ein paar Deutsche mit Siegchancen – das war eine fantastische Bühne“, sagte Harm. „Dass so viele Menschen rausgekommen sind, ist großartig für das Damengolf im Allgemeinen und besonders für das Damengolf in Deutschland."

LET-Star Alexander macht es spannend


Alexander, die sich mit vier zweiten Plätzen und zwei weiteren Top-Ten-Platzierungen in dieser LET-Saison erstmals auf den Weg nach Winsen (Luhe) gemacht hatte, spielte sich in der Finalrunde in einen Rausch und lag nach 15 gespielten Bahnen bei zehn unter Par plötzlich in Führung. „Ich habe nicht erwartet, so weit vorne zu landen“, sagte die 26-Jährige aus Johannesburg, die von Rang zehn mit sieben Schlägen Rückstand in die Finalrunde gestartet war. „Am 16. Abschlag habe ich Doug [Pirie, ihr Caddie, d. Red.] gefragt, was los sei, weil plötzlich mehr Leute um uns herum waren und die Kameras auftauchten.“ Dank einer 67er Runde im Finale wurde Alexander einmal mehr Zweite und übernahm damit die Führung in der LET Order of Merit.

Alexandra Försterling, die als Führende auf die Finalrunde gegangen war, fiel nach einem Triple-Bogey an der 1 früh zurück und kam erst spät zurück ins Titelrennen, bevor sie an der 17 mit einem Schlag ins Wasser endgültig aus dem Rennen war. Am Ende bleibt dennoch ein starker dritter Rang bei sieben unter Par. „Es lief heute ziemlich unglücklich. Ich hatte sehr viel Pech, vor allem direkt auf der 1. So etwas habe ich selten erlebt. Dadurch lag ich nach dem ersten Loch direkt drei Schläge über Par und musste das erst einmal wieder aufholen“, erklärte Försterling. „Insgesamt habe ich es aber eigentlich noch ganz ordentlich gemacht. Natürlich bin ich mit dem geteilten dritten Platz zufrieden, aber es fühlt sich trotzdem ein bisschen so an, als wäre mehr drin gewesen.“

Positiv war auf jeden Fall die Unterstützung der Zuschauer. „Es war schön zu sehen, wie viele Leute da waren und mich angefeuert haben“, ergänzte die Gewinnerin der 2024er Ausgabe. „Dafür bin ich sehr dankbar. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr noch mehr werden.“

Chiara Noja spielte sich in ihrem ersten Turnier in diesem Jahr nach langer Verletzungspause ausgerechnet in der Heimat ebenfalls auf einen hervorragenden dritten Platz – nur drei Schläge hinter der Siegerin. „Ich bin stolz auf mich. Ich habe gekämpft. Mein Putting war heute nicht optimal, aber ich habe trotzdem mein Bestes gegeben. Ich freue mich natürlich sehr für Leonie“, sagte die 20-Jährige. „Die ganze Woche war wunderschön. Es hat mir auch mental gutgetan, wieder zurückzukommen und über mehrere Tage hinweg solides Golf zu spielen. Jetzt freue ich mich aber auch schon auf die nächste Woche, in der es direkt weitergeht.“

Auch sie zeigte sich begeistert von der Stimmung auf dem Nord Course: „Die Atmosphäre hier in Deutschland war wirklich toll. Ich glaube, so viele Zuschauer habe ich hier noch nie erlebt. Die Fans waren unglaublich freundlich und es hat großen Spaß gemacht, vor ihnen zu spielen. Ich habe versucht, immer positiv zu bleiben, auch wenn nicht alles perfekt lief, und das war insgesamt einfach eine richtig schöne Erfahrung."

Henseleit: „Es macht extrem viel Spaß“

Esther Henseleit beendet das Event in ihrer Heimat Hamburg auf dem geteilten siebten Rang, nachdem sie zur Halbzeit das Feld noch angeführt hatte. „An den letzten beiden Tagen habe ich einfach nicht besonders viele Birdies gemacht. Auch heute habe ich eigentlich sehr solide gespielt, aber ich bin nie so richtig ins Rollen gekommen. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder hier spielen kann und dann noch einmal die Chance bekomme.“

Neben dem guten Ergebnis nimmt die 27-Jährige viele schöne Erinnerungen mit. „Es macht extrem viel Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen, die einen bei jedem Schlag unterstützen. Das ist etwas ganz Besonderes bei einem Heimturnier. Ich habe diese Woche viele gute Schläge gemacht und bin insgesamt zufrieden mit meinem Spiel“, so die Nummer 45 der Welt.

Aus deutscher Sicht platzierten sich neben Harm, Noja, Försterling und Henseleit auch Laura Fünfstück (-4, T10), Helen Briem (-1, T20), Sophie Witt (+1, T25), Celina Sattelkau (+1, T25), Verena Gimmy (+2, T32) und Sophie Hausmann (+8, T53) in den Punkterängen.

„Wir sind unglaublich glücklich mit dieser Turnierwoche – trotz aller äußeren Umstände haben wir spektakulären Sport und eine tolle Zuschauerresonanz erlebt. Über allen Erfolgen steht natürlich die starke deutsche Performance, die Golf-Deutschland begeistert hat. Einen herzlichen Glückwunsch an die großartige Siegerin Leonie Harm“, sagt Turnierdirektor Dirk Glittenberg, Geschäftsführer des Veranstalters U.COM Event. „Wir haben hier etwas Besonderes geschaffen, das wir alle gemeinsam weiterentwickeln wollen. Wir glauben fest an diesen Standort, an dieses Event und an die Zukunft des Damengolfs in Deutschland – die Vorfreude auf den nächsten Schritt 2027 ist riesig."

„Die Spielqualität, die Deutschlands beste Golferinnen in diesem Jahr gezeigt haben, war beeindruckend. Die vielen Zuschauer vor Ort waren ein schöner Beleg für die Strahlkraft des Turniers. Für Amundi als Titelsponsor ist es wichtig, Hamburg als Bühne für das Amundi German Masters sowie erstklassiges Profigolf zu etablieren und den Spielerinnen weiterhin Visibilität zu geben. Wir freuen uns schon jetzt auf 2027“, sagt Daniel Reitz, Chief Marketing Officer bei Amundi Deutschland.

„Das Amundi German Masters hat eindrucksvoll unterstrichen, wie positiv sich das deutsche Damengolf entwickelt. Unser Dank gilt der LET, Amundi, der VcG, U.COM sowie den vielen Helferinnen und Helfern, die dieses Event möglich gemacht haben. Besonders erfreulich war, dass sich unsere Spielerinnen über das gesamte Wochenende in der Spitzengruppe behauptet und für große Spannung gesorgt haben. Mehrere Deutsche in den Top Ten und echte Siegchancen bis zum Schluss zeigen die Qualität unserer Entwicklung. Umso schöner ist es, dass diese Leistung am Ende auch mit einem deutschen Erfolg belohnt wurde. Ein Sieg vor heimischem Publikum ist eine großartige Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Solche Turniere sind für unsere Talente im Golf Team Germany enorm wichtig“
, sagt Achim Battermann, Stellvertretender Präsident des Deutschen Golf Verbandes.

„Das Amundi German Masters hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, wie hervorragend internationaler Damengolfsport zu Green Eagle Golf Courses und speziell zum Nord Course passt“, sagt Michael Blesch, Gründer, Inhaber und Golfplatz-Designer der Green Eagle Golf Courses. „Dass wir dazu in diesem Jahr auch noch einen deutschen Sieg erleben durften, macht diese Turnierwoche natürlich besonders emotional. Es war großartig zu sehen, wie positiv Spielerinnen, Fans und Partner das Event angenommen haben und welche besondere Atmosphäre auf der gesamten Anlage entstanden ist. Mit dem Nord Course in erstklassiger Qualität, unserer neuen Trainingsanlage THE RANGE und den Möglichkeiten der gesamten Anlage bietet Green Eagle Golf Courses ideale Voraussetzungen für internationalen Spitzensport. Ein großer Dank gilt dabei unserem Greenkeeping-Team, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unserem Partner U.COM Event, die mit großem Einsatz dazu beigetragen haben, dieses Event auf höchstem Niveau möglich zu machen.“

Leonie Harm (65, 75, 73, 69; -10): „Ich bin gerade ein bisschen emotional überfordert. Es freut mich riesig, dass ich es hier in Deutschland über die Linie gebracht habe, nachdem ich 2022 schon einmal sehr nah dran war – und das vor diesen Zuschauern, die es am Sonntag alle hier auf die Anlage geschafft haben, macht es zu einem ganz besonderen Gefühl. Ich nehme diesen Moment jetzt einfach auf, verarbeite ihn – und dann gucken wir weiter."

„Es war ein großartiges Turnier, eine großartige Runde, und wir hatten ein paar Deutsche mit Siegchancen – das war eine fantastische Bühne. Dass so viele Menschen rausgekommen sind, ist großartig für den Damengolf im Allgemeinen und besonders für den Damengolf in Deutschland."

 
Casandra Alexander (69, 72, 75, 67; -9): „Ich bin froh, diese Woche hierhergekommen zu sein. Ich spiele immer gerne in Deutschland. Ich hatte diesen Platz noch nie gespielt, aber alle haben mir erzählt, wie gut er ist – und sie hatten recht."

„Heute Morgen habe ich mich hauptsächlich darauf konzentriert, ein niedriges Ergebnis zu erzielen. Ich habe nicht erwartet, so weit vorne zu landen. Am 16. Abschlag habe ich Doug, was los sei, weil plötzlich mehr Leute um uns herum waren und die Kameras auftauchten. Zu diesem Zeitpunkt lag ich bereits zehn unter Par, also wurde mir klar, dass ich wohl ziemlich gut abschneiden musste."

„In den letzten Wochen war ich immer in den letzten Gruppen, habe es aber nicht ganz bis zum Ende geschafft. Ich habe nicht schlecht gespielt, ich konnte es nur nicht zu Ende bringen. In der letzten Gruppe zu spielen, ist immer mit viel Nervosität verbunden. In gewisser Weise war ich froh, heute früher zu spielen und das zu haben, was Doug einen „stressfreien Sonntag“ nennen würde. Gegen Ende habe ich ein paar kleine Fehler gemacht, was einfach an der Nervosität und der Schwierigkeit der letzten Löcher lag."

 
Alexandra Försterling (70, 70, 69, 76; -7): „Es lief heute ziemlich unglücklich. Ich hatte sehr viel Pech, vor allem direkt auf der 1. So etwas habe ich selten erlebt. Dadurch lag ich nach dem ersten Loch direkt drei Schläge über Par und musste das erst einmal wieder aufholen. Insgesamt habe ich es aber eigentlich noch ganz ordentlich gemacht. Natürlich bin ich mit dem geteilten dritten Platz zufrieden, aber es fühlt sich trotzdem ein bisschen so an, als wäre mehr drin gewesen. Es war einfach Pech und nicht das Ergebnis schlechter Schläge. Ich habe gar nicht so viele schlechte Schläge gemacht, aber so läuft es eben manchmal im Golf."

„Positiv war auf jeden Fall die Unterstützung der Zuschauer. Es war schön zu sehen, wie viele Leute da waren und mich angefeuert haben. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr noch mehr werden."

„Ich freue mich riesig für Leonie. Man konnte in letzter Zeit schon sehen, dass es bei ihr wieder deutlich besser läuft. Umso schöner ist es, dass sie jetzt endlich ihren ersten, absolut verdienten Sieg geholt hat."

 
Chiara Noja (70, 70, 71, 74; -7): „Ich bin stolz auf mich. Ich habe gekämpft. Mein Putting war heute nicht optimal, aber ich habe trotzdem mein Bestes gegeben. Ich freue mich natürlich sehr für Leonie. Insgesamt war es ein schöner Tag und ich war eigentlich relativ entspannt."

„Die ganze Woche war wunderschön. Es hat mir auch mental gutgetan, wieder zurückzukommen und über mehrere Tage hinweg solides Golf zu spielen. Jetzt freue ich mich aber auch schon auf die nächste Woche, in der es direkt weitergeht."

„Die Atmosphäre hier in Deutschland war wirklich toll. Ich glaube, so viele Zuschauer habe ich hier noch nie erlebt. Die Fans waren unglaublich freundlich und es hat großen Spaß gemacht, vor ihnen zu spielen. Ich habe versucht, immer positiv zu bleiben, auch wenn nicht alles perfekt lief, und das war insgesamt einfach eine richtig schöne Erfahrung."

 
Esther Henseleit (66, 71, 77, 73; -5): „An den letzten beiden Tagen habe ich einfach nicht besonders viele Birdies gemacht. Auch heute habe ich eigentlich sehr solide gespielt, aber ich bin nie so richtig ins Rollen gekommen. Insgesamt habe ich gut gespielt, habe aber noch etwas Luft nach oben gelassen. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder hier spielen kann und dann noch einmal die Chance bekomme."

„Ich glaube nicht, dass ich mir zu viel Druck gemacht habe. Als Profi sind wir es gewohnt, jede Woche unter Druck zu spielen – es geht um Preisgeld und Startplätze für die nächste Saison. Ich denke, ich habe das ganz gut gehandhabt. Letztendlich kann man im Golf nichts erzwingen, man muss geduldig bleiben. Ich habe versucht, positiv zu bleiben, aber dieses Mal sollte es einfach nicht sein."

„Es macht extrem viel Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen, die einen bei jedem Schlag unterstützen. Das ist etwas ganz Besonderes bei einem Heimturnier. Ich habe diese Woche viele gute Schläge gemacht und bin insgesamt zufrieden mit meinem Spiel."

„Natürlich wäre es großartig, wenn eine Deutsche das Turnier gewinnen würde. Das würde nicht nur den Fans hier gefallen, sondern dem deutschen Damengolf insgesamt auch einen weiteren Schub geben."

 
Laura Fünfstück (68, 74, 74, 72; -4): „Ja, es waren natürlich auch einige Leute da, die ich kannte, zum Beispiel unsere Physio vom Verband. Das ist ja das Schöne an einem Heimturnier: die Interaktion mit den Fans und der Spaß. Ich freue mich auf jeden Fall über das Ergebnis. Ich habe ehrlich gesagt noch gar nicht geschaut, ob es für die Top Ten gereicht hat, aber umso besser, wenn es so ist. Insgesamt bin ich im Moment sehr zufrieden mit meinem Spiel."

„Heute gab es ein paar Situationen, in denen ich immer wieder zwischen den Schlägern stand. Dadurch weiß ich jetzt aber auch genau, woran ich in den nächsten Tagen arbeiten muss. Trotzdem bin ich sehr glücklich. Und es fühlt sich natürlich immer gut an, die 18 mit einem Birdie zu beenden. Der Jubel auf der 18 hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Das war ein schöner Moment."


Foto: © Amundi German Masters

 

Veröffentlicht am: 18.05.2026

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