
Im Netz zeigt sie sich stark, sexy und selbstbewusst. Doch privat kämpft Anne Wünsche mit Schmerzen, heftigen Blutungen und einer Entscheidung, die ihr Leben verändern wird: Sie möchte sich die Gebärmutter entfernen lassen.
Der Grund ist Adenomyose, eine gutartige, aber oft sehr schmerzhafte chronische Erkrankung, bei der es zu extremen Blutungen kommen kann. Dass die Beschwerden mit einer Abtreibung zusammenhängen, ist für Anne eine persönliche Vermutung. Bei der BestFans Creatorin wird die Erkrankung vor allem beim Geschlechtsverkehr und während der Periode zum Problem. „Rund um den Eisprung war Intimität für mich teilweise gar nicht mehr möglich“, sagt sie. „Irgendwann dachte ich nur noch: Das kann doch nicht normal sein.“ Wie schlimm es wirklich war, merkte die ehemalige „Berlin – Tag & Nacht“-Darstellerin ausgerechnet im Disneyland Paris, als sie ihre Periode bekam.
Dieses Mal so stark, dass sie kaum noch etwas unternehmen konnte. „Ich bin von der Toilette runter und direkt wieder ausgelaufen“, erinnert sie sich. Den ganzen Tag ging es so weiter, bis sie am Abend blass und schwach gewesen ist und sogar daran dachte, ins Krankenhaus zu gehen. Für die Creatorin war dieser Moment ein Wendepunkt. „Ich kann und möchte nicht mehr damit leben“, erzählt sie. All das habe ihr zu viel Lebensqualität genommen. Deshalb steht für sie fest, dass die Gebärmutter raus soll. Wann genau die OP stattfindet, ist noch offen. Der Erotikstar plant den Eingriff jedoch voraussichtlich im Herbst oder Winter.
Angst vor der Operation? Nicht wirklich. „Ich freue mich ehrlich gesagt darauf“, gesteht Anne Wünsche. „Ich glaube, dass es mir danach einfach besser geht.“ Sorgen macht sie sich nur, dass etwas nicht richtig abheilt, sich entzündet oder die Schmerzen bleiben. Dennoch überwiegen die Hoffnung und Vorfreude, dass es endlich passiert.
Anne Wünsche im BestFans-Interview
Anne, wann war der Punkt, an dem du zum Arzt gegangen bist?
Anne Wünsche:
Ich hatte nicht nur während meiner Periode und besonders rund um den
Eisprung starke Schmerzen, sondern auch beim Geschlechtsverkehr am
Muttermund. Hinzu kamen die extremen Blutungen. Das hat mich irgendwann stutzig gemacht. Ich dachte mir: Das kann doch nicht normal sein. Intimität war in dieser Zeit teilweise gar nicht mehr möglich. Deshalb wollte ich endlich wissen, was da los ist.
Wann wurde aus den Beschwerden eine endgültige Entscheidung?
Anne Wünsche:
Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir die Krankheit einfach zu viel Lebensqualität nimmt. Vor allem die Schmerzen, die starken Blutungen und die Einschränkungen beim Geschlechtsverkehr waren zu viel. Für mich war klar, dass ich nicht dauerhaft damit leben möchte. Deshalb habe ich mich entschieden, zunächst die Pille für ein Jahr durchzunehmen, aber langfristig die Gebärmutter entfernen zu lassen.
Hattest du auch Zweifel an deinem Entschluss?
Anne Wünsche:
Ich habe schon gezögert, weil das eine große Operation ist. Nicht, weil ich Angst habe, keine Kinder mehr zu bekommen, sondern wegen möglicher Komplikationen. Wenn etwas schiefgeht, kann das natürlich Folgen wie Entzündungen oder Schmerzen haben. Deshalb ist mir wichtig, einen Arzt zu finden, bei dem ich wirklich Vertrauen und ein gutes Gefühl habe.
Was erhoffst du dir von der Zeit nach der OP?
Anne Wünsche:
Ich hoffe einfach, dass es mir danach besser geht und diese Probleme endlich gelöst sind. Für mich überwiegt gerade wirklich die Vorfreude darauf, dass es endlich passiert. Ich wünsche mir, dass diese Schmerzen, Blutungen und Einschränkungen mir nach meiner Operation nicht mehr meine Lebensqualität nehmen.