
Beschäftigen Sie sich mit internationalem Fußball und verfolgen Sie dabei auch die aktuell besten Promo Codes in Deutschland, so stolpern Sie laufend über zwei Namen: UEFA und FIFA. Die grobe Rollenverteilung kennt man meistens. UEFA steht für Europa, FIFA für den Weltfußball. Damit ist das Verhältnis der beiden Organisationen aber noch lange nicht erklärt. Denn je größer ein Wettbewerb wird und je mehr Geld daran hängt, desto häufiger geht es auch um Einfluss.
Wer macht eigentlich was?
Die FIFA steht an der Spitze des weltweiten Fußballsystems und zählt 211 Mitgliedsverbände. Darunter gibt es sechs Kontinentalverbände. Einer davon ist die UEFA, zu der 55 nationale Verbände gehören. Auf dem Papier ist das also recht übersichtlich: Die FIFA arbeitet weltweit, die UEFA in Europa, darunter organisieren sich die einzelnen nationalen Verbände.
Entstanden ist dieses System allerdings nicht auf einmal. Die FIFA wurde schon 1904 gegründet. Die UEFA folgte erst 1954 und bekam damit eine eigene Rolle für den europäischen Fußball. Seither haben sich daraus Strukturen entwickelt, die Sie heute kaum noch voneinander trennen können.
Trotzdem sollten Sie die UEFA nicht als bloßen europäischen Ableger der FIFA sehen. Dafür ist sie längst zu eigenständig. EM, Champions League, Europa League und Conference League liegen beispielsweise in ihrer Verantwortung. Und das sowohl im Männer- als auch im Frauenfußball. Gerade durch diese Wettbewerbe besitzt sie nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich erhebliches Gewicht.
| Bereich | UEFA | FIFA |
| Zuständigkeit | Europa | weltweit |
| Mitgliedsverbände | 55 | 211 |
| Bekannte Wettbewerbe | EM, Champions League, Europa League, Conference League | Weltmeisterschaft, Klub-WM |
| Schwerpunkt | europäischer Vereins- und Nationalmannschaftsfußball | weltweite Wettbewerbe und Entwicklung |
Ganz ohne den anderen geht es trotzdem nicht
Bei großen Turnieren sehen Sie schnell, wie eng beide Ebenen zusammenhängen. Die Weltmeisterschaft veranstaltet die FIFA. Die europäischen Mannschaften müssen sich ihren Platz dort allerdings über eine Qualifikation sichern, und diese organisiert wiederum die UEFA.
Und dann gibt es den Spielkalender, bei dem es noch komplizierter wird. Kommt, Stichwort etwa die Klub-WM, auf FIFA-Ebene ein neuer Wettbewerb hinzu oder werden Termine verschoben, bleibt das in Europa kaum ohne Folgen. Dort müssen Klubs, Nationalteams und nationale Ligen schließlich ebenfalls irgendwie Platz im Kalender finden.
Dass dabei nicht jeder dieselben Interessen hat, liegt fast schon auf der Hand. Was für die FIFA als weltweiter Wettbewerb attraktiv erscheint, kann für die UEFA oder die europäischen Vereine zusätzliche Spiele und mehr Belastung bedeuten.
Beim Geld wurde es 2026 besonders deutlich
Bekanntlich wurde Ende Juli 2026, unmittelbar nach dem Ende der WM also, aus solchen unterschiedlichen Interessen ein ziemlich offener Streit. Denn die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände lehnten einen Plan der FIFA ab, Beteiligungen an einer neuen Gesellschaft rund um kommerzielle Rechte von FIFA-Wettbewerben an private Investoren abzugeben. Dabei ging es wenig überraschend unter anderem um die kommenden Weltmeisterschaften.
Die Reaktion fiel ungewöhnlich deutlich aus. Denn solange dieser Plan bestehen bleibe, wollten die europäischen Verbände nicht an FIFA-Wettbewerben teilnehmen. Die FIFA nahm das Vorhaben anschließend zurück. Damit war der konkrete Anlass erledigt, das Misstrauen allerdings nicht. Auch im August folgten Berichte über Spannungen rund um FIFA-Präsident Gianni Infantino und darüber, dass sich Verbände bei wichtigen Entscheidungen zu wenig einbezogen fühlten. Am 10. August erneuerten UEFA, AFC und CONCACAF ihre Kritik und verlangten weitere Garantien.
Quelle: Wincomparator