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Donnerstag, 15. Oktober 2026
   
 

Yoga gegen Lustkiller Stress

Sieben Übungen, die das sexuelle Wohlbefinden unterstützen können



Stress, langes Sitzen und wenig Bewegung wirken sich nicht nur auf Rücken und Schlaf aus, sondern können auch die Lust dämpfen. 

Yoga setzt genau hier an: Gezielte Übungen mobilisieren Hüfte und Becken, kräftigen die Beckenmuskulatur und helfen, aus dem Stressmodus herauszukommen. Zugleich schulen sie die Körperwahrnehmung. Doch welche Übungen eignen sich dafür konkret? Der Yogareisespezialist Yoga Escapes stellt sieben Yogaposen vor, die sich gut in den Alltag integrieren lassen, ganz ohne akrobatische Verrenkungen.

Sieben Yogaposen für mehr Körpergefühl

1. Katze und Kuh: Den unteren Rücken mobilisieren


Im Vierfüßlerstand wird der Rücken abwechselnd gerundet und wieder sanft gestreckt, im Rhythmus des Atems. Die Bewegung mobilisiert Lendenwirbelsäule und Becken und kann Verspannungen lösen, die sich durch langes Sitzen im unteren Rücken festsetzen. Gleichzeitig wird spürbar, wie sich Wirbelsäule, Brustkorb und Becken bewegen. Das macht die Übung zu einem guten Einstieg, um Aufmerksamkeit für den eigenen Körper zu entwickeln.

2. Baddha Konasana: Innenschenkel und Beckenboden entspannen

Für den Schmetterling werden im Sitzen die Fußsohlen zusammengebracht, die Knie sinken nach außen. Wichtig ist nicht, die Knie möglichst weit zum Boden zu bringen, sondern die Position ohne Druck einzunehmen. Die Innenschenkel verkürzen sich durch viel Sitzen, die Haltung dehnt sie sanft. PhysiotherapeutInnen betonen zudem: Ein gesunder Beckenboden muss nicht nur stark sein, sondern auch loslassen können. Wer die Dehnung bewusst wahrnimmt, lernt außerdem, Spannung und Entspannung besser zu unterscheiden.

3. Setu Bandha Sarvangasana: Beckenboden und Gesäß kräftigen

Bei der Schulterbrücke liegt der Rücken auf der Matte, die Knie sind gebeugt und die Füße stehen auf dem Boden. Das Becken wird langsam angehoben und wieder abgesenkt, im Rhythmus des Atems. Die Übung aktiviert Gesäß und Beckenboden. Beckenbodentraining wird in Studien mit einer besseren sexuellen Funktion bei Frauen und Männern in Verbindung gebracht. Dabei geht es nicht darum, möglichst hochzukommen, sondern die Bewegung bewusst zu spüren.

4. Anjaneyasana: Verkürzte Hüftbeuger dehnen

Beim Ausfallschritt steht ein Bein vorne, während das andere Knie auf der Matte liegt. Das Becken sinkt langsam nach vorne. Wer viel sitzt, hat oft verkürzte Hüftbeuger, die das Becken nach vorne ziehen. Die Dehnung kann mehr Bewegungsfreiheit im Beckenbereich schaffen. Sie sollte sich angenehm anfühlen und nicht in einen starken Dehnungsschmerz führen. So kann auch das Vertrauen in die eigenen körperlichen Möglichkeiten wachsen.

5. Bhujangasana: Haltung, Atmung und Körperbild


Für die Kobra liegt man auf dem Bauch und hebt den Oberkörper kontrolliert an. Die Arme unterstützen die Bewegung, ohne dass der Oberkörper möglichst weit nach oben gedrückt werden muss. Die Pose ist der Gegenpol zur gebeugten Schreibtischhaltung, öffnet den Brustkorb und vertieft die Atmung. Eine aufrechte Haltung kann außerdem das Körpergefühl verbessern, und ein positives Körperbild gilt als wichtiger Faktor für sexuelle Zufriedenheit.

6. Viparita Karani: Stress abbauen und zur Ruhe kommen

Bei „Beine an der Wand“ liegt der Rücken entspannt auf dem Boden, während die Beine nach oben an einer Wand ruhen. Die Haltung braucht kaum Bewegung und kann dabei helfen, den Parasympathikus zu aktivieren, also den Entspannungsmodus des Körpers. Das ist interessant, weil Dauerstress und ein erhöhter Cortisolspiegel als klassische Lustkiller gelten.

7. Savasana: Regenerieren und nachspüren


Zum Abschluss liegt der Körper entspannt auf der Matte, die Arme locker neben dem Körper, die Beine entspannt. Es gibt nichts mehr auszuführen. Tiefe Entspannung kann die Erholung und den Schlaf fördern, und Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen ausreichend Schlaf und sexuellem Verlangen. Wer ein paar Minuten nachspürt, wo noch Spannung ist und was sich angenehm anfühlt, schärft nebenbei die eigene Wahrnehmung.

Nicht die einzelne Pose macht den Unterschied

Wer Yoga und Sexualität zusammendenkt, hat schnell Verrenkungen und exotische Stellungen im Kopf, für die man erst besonders beweglich werden muss. Darum geht es hier nicht. Entscheidend ist die regelmäßige Praxis: Sie kann Verspannungen lösen, Stress abbauen und den Körper kräftigen und schärft zugleich die Wahrnehmung. Studien legen nahe: Wer den eigenen Körper bewusster wahrnimmt und sich in ihm wohler fühlt, erlebt Sexualität tendenziell als befriedigender. So wird die Yogamatte nicht zum Trainingsgerät für Akrobatik, sondern zu einem Ort, an dem Körper und Kopf zur Ruhe kommen können, und davon kann auch das sexuelle Wohlbefinden profitieren. Die Übungen sollten angenehm und ohne Schmerzen ausgeführt werden. Bei akuten Beschwerden, in der Schwangerschaft oder bei Unsicherheit zur eigenen Belastbarkeit empfiehlt sich eine Anpassung durch eine qualifizierte Yogalehrkraft sowie gegebenenfalls eine ärztliche oder physiotherapeutische Rücksprache.

Wer den Herbst für eine Yoga-Auszeit nutzen möchte, findet bei Yoga Escapes passende Angebote: www.yogaescapes.de/yoga-themen/yoga-und-achtsamkeit/

Foto: Pixabay

 

Veröffentlicht am: 15.10.2026

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