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Donnerstag, 29. Oktober 2026
   
 

Brustkrebs: Fünf Mythen auf dem Prüfstand

Rund um Brustkrebs halten sich hartnäckige Irrtümer: Fünf verbreitete Annahmen im Faktencheck



Brustkrebs ist von vielen Annahmen und Unsicherheiten umgeben. Manche davon halten sich hartnäckig. Etwa, dass nur Frauen betroffen sind oder eine familiäre Vorbelastung immer eine Rolle spielt. Dabei ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland, und auch Männer können daran erkranken. Die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung, hat fünf verbreitete Annahmen auf den Prüfstand gestellt.

Mythos 1: Brustkrebs ist reine Frauensache

Stimmt nicht. Auch Männer erkranken an Brustkrebs, in Deutschland mehr als 700 pro Jahr. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren. Für Männer gibt es kein gesetzliches Früherkennungsprogramm, und bei Beschwerden in der Brust denken viele zuletzt an Krebs. Deshalb fällt der Tumor häufig erst spät auf. Typisch ist eine einseitige, schmerzlose Verhärtung, oft zwischen Brustwarze und Achselhöhle. Auch Flüssigkeit aus der Brustwarze oder eine eingezogene Brustwarze können Warnzeichen sein. Nicht jeder Knoten ist bösartig, denn es gibt auch harmlose Veränderungen. Männer sollten jeden Tastbefund trotzdem abklären lassen, zum Beispiel zuerst in der Hausarztpraxis.

Mythos 2: Ohne Fälle in der Familie gibt es kein Risiko
Stimmt nicht. Nur bei 5 bis 10 von 100 Brustkrebserkrankungen liegt eine erbliche Veranlagung vor, etwa durch eine Veränderung in den Genen BRCA1 oder BRCA2. Die meisten Erkrankungen entstehen ohne eine solche Veranlagung. Eine Genveränderung erhöht das Erkrankungsrisiko deutlich, sicher ist eine Erkrankung damit aber nicht. Häufen sich Brust- oder Eierstockkrebserkrankungen in einer Familie oder treten sie ungewöhnlich früh auf, kann eine Beratung in einem spezialisierten Zentrum sinnvoll sein.

Mythos 3: Wer gesund lebt, bleibt verschont
Stimmt nur teilweise. Bewegung, Normalgewicht, Verzicht auf Zigaretten und wenig Alkohol senken das Risiko. Nach den Wechseljahren fallen Übergewicht und Bewegungsmangel besonders ins Gewicht, und beim Alkohol erhöhen schon geringe Mengen das Risiko. Nicht alles lässt sich beeinflussen: Alter und erbliche Veranlagung zum Beispiel nicht. Eine Garantie gibt es deshalb nicht, denn Brustkrebs entsteht meist ohne erkennbaren Auslöser.

Mythos 4: Brustkrebs macht sich immer durch einen Knoten bemerkbar
Trifft nicht immer zu. Ein tastbarer Knoten kann ein Warnzeichen sein, doch Brustkrebs kann sich auch anders zeigen. Dazu zählen zum Beispiel Veränderungen an Haut oder Brustwarze oder Flüssigkeit, die aus der Brustwarze austritt. Solche Veränderungen sind nicht automatisch ein Hinweis auf Krebs, sollten aber ärztlich abgeklärt werden. Auch die Selbstuntersuchung ersetzt keine ärztliche Beratung oder empfohlene Früherkennungsangebote.

Mythos 5: Brustkrebs betrifft nur ältere Frauen
Stimmt nicht. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter. Brustkrebs kann aber auch jüngere Frauen treffen: Etwa zehn Prozent aller Brustkrebspatientinnen sind jünger als 45 Jahre. Das Alter allein schließt eine Erkrankung daher nicht aus. Neue oder anhaltende Veränderungen an der Brust sollten ärztlich abgeklärt werden. 

Bild: Debeka/KI

 

Veröffentlicht am: 29.10.2026

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