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Montag, 23. Juli 2018
   
 

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Schön, dass es Sie gibt

Wann haben Sie dieses Kompliment zuletzt gehört?

In unserem Leben gibt es so viele gute Dinge. Wir sehen sie nur nicht mehr. Weil sich unser Gehirn automatisch schneller, intensiver und länger auf Negatives konzentriert - ein Mechanismus, der aus den Zeiten der Evolution stammt und einst wie auch heute noch einen Schutz darstellt.

Längst haben sich die Zeiten geändert, doch unser Gehirn hat sich dieser Entwicklung noch nicht angepasst. Wir leben nicht mehr in ständiger Gefahr, zu verhungern oder gefressen zu werden, sondern so sicher wie noch nie zuvor eine Generation. Trotzdem fühlen wir uns oft unsicher oder haben Angst.
 
Jedes Leben ist voller Geschenke an Gutem, Schönem, Gelingendem, Besonderem. Nur betrachten wir sie ganz schnell als selbstverständlich
 
Verhält es sich mit dem Jahresrückblick nicht ähnlich? Wir fahren im Dezember ein noch höheres Tempo als sonst und wollen alles, was schon ewig liegt, unbedingt noch fertigstellen. Wir haben das Feiern zum Sport erklärt und nehmen so viele Veranstaltungen wie möglich mit. Um dann nach den Feiertagen zu beklagen, was das wieder für ein Stress war.
 
Würde ich Sie fragen, was Ihnen zu diesem Jahr einfällt, wäre bestimmt manches negative Ereignis dabei. Attentate, Sturmschäden, Verluste, Streit, missglückter Urlaub usw. – all dies wäre sofort präsent. Doch wenn wir genau hinschauen, sind sie eine Minderheit in einer großen Menge von Gutem. Dadurch, dass Medien, Nachbarn, Kollegen, Freunde - und ja, auch wir selbst - bevorzugt Negatives kommunizieren, scheint es, als sei die Welt so. Nein. Wir haben nur einen anderen Zugang zu Informationen. Und sind so gestresst, dass wir mittels Tunnelblick unsere Wahrnehmung einengen und bevorzugt auf Probleme richten.
 
Nutzen Sie deshalb den Jahresausklang unbedingt dafür, sich an den zurückliegenden zwölf Monaten zu freuen. Machen Sie eine freundliche Bestandsaufnahme. Was ist Ihnen gelungen? Was war besser als erwartet? Wo gab es eine Lösung für ein Problem? Was haben Sie gelernt oder sich getraut? Welchen angenehmen Menschen sind Sie begegnet? Und wer von ihnen hat Ihnen gesagt: Schön, dass es Dich gibt?
 
Das Gehirn vergisst über der Menge der Ereignisse vieles
 
Vielleicht fällt Ihnen dieser freundliche Rückblick gar nicht leicht. Denn wir alle erleben  an jedem Tag, in jeder Woche und jedem Monat soviel, dass manches in Vergessenheit gerät. Oder könnten Sie auf Anhieb sagen, was Sie am vergangenen Mittwoch erlebt haben?
 
Angesichts eines Überangebotes an Erlebnissen und Möglichkeiten versuchen wir, nichts zu verpassen. In allen Lebensbereichen wollen wir das Optimum herausholen. Dabei kommt eines viel zu kurz: das bewusste Genießen. Wir sitzen im Konzert oder liegen auf der Massagebank, sind in Gedanken jedoch schon beim Abendessen oder der fälligen Steuererklärung. Unser kostbares Leben rinnt uns durch die Hände, weil wir nicht aufmerksam sind. Als hätten wir endlos Zeit.

Nutzen Sie den freundlichen Jahresrückblick, um sich schöner Erlebnisse zu erinnern. Was genau hat Sie begeistert, als Sie auf Reisen waren? Welche besonderen Konzerte oder Sportevents haben Sie besucht? Welches Restaurant hat Ihnen eine kulinarische Offenbarung beschert? Welche Freunde waren an Ihrer Seite und haben Ihnen gut getan und gezeigt, dass Sie ihnen wichtig sind?
 
Ich pflege mit meiner Familie folgendes Ritual: Jeder von uns schreibt am Jahresende auf, was er erlebt hat. In vier Kategorien: Städte, Hotels/Urlaube, Events, Restaurantbesuche. Zuerst befragt jeder sein Gedächtnis. Das braucht richtig Zeit. Dann helfen wir mit dem Kalender nach, um anschließend gemeinsam zu vergleichen und Bewertungen für Gold, Silber, Bronze in allen Kategorien zu vergeben. Das ist jedes Mal ein großer Spaß und uns wird bewusst, wie reich das Jahr war, ganz gleich, was sonst noch passiert ist.
 
Wir können den ersten Schritt gehen  
 
Wann haben Sie zuletzt zu einer anderen Person gesagt: Schön, dass es Dich gibt? Nicht nur sinngemäß. Sondern genauso - direkt und kraftvoll. Wo, wann, wem?
 
„Nicht getadelt ist genug gelobt“ - kennen Sie das Sprichwort auch? Es spiegelt unsere Kultur und Geisteshaltung wider. Bedauerlicher Weise. In vielen Umfragen zum Thema Stress beklagen Menschen die mangelnde Wertschätzung. Gut vorstellbar, dass Sie einen Chef haben, der nie lobt oder eine Mutter, die stets kritisch ist. Auch Ihre Nachbarn gehören vielleicht zu jenen, denen kein Danke über die Lippen kommt, wenn Sie den Schnee vor ihrer Haustür mit wegräumen. Na und? Sie können es besser. Die meisten Menschen glauben, selbst freundlich und wertschätzend zu handeln, doch führen Sie einfach einmal eine ehrliche Strichliste. Die gute Absicht ist gewiss vorhanden, die Umsetzung jedoch geht manchmal im Tempo und der Anspannung des Alltags unter.
 
Wie gut sind Sie zu sich?
 
Schlussendlich: Wann haben Sie sich selbst zuletzt gesagt: Schön, dass es Dich gibt? Sind wir nicht unsere schärfsten und ungnädigsten Kritiker? Der Schreibtisch nicht aufgeräumt, die Steuerklärung nicht fertig, Sport wieder einmal verschoben. Weshalb der Hosenbund bereits wieder kneift. Das mag ja alles sein. Und trotzdem sind und haben Sie so vieles, das es wertzuschätzen gilt. Schließen Sie in die freundliche Bestandsaufnahme zum Jahresende sich selbst mit ein. Was mögen Sie an sich? Sind Sie hilfsbereit, großzügig, charmant, stilsicher? Können Sie gut planen oder andere zum Lachen bringen? Haben Sie schönes Haar? Das tut nicht nur Ihnen gut, sondern auch Ihrer Ausstrahlung auf andere. Ebenfalls sinnvoll: das geflügelte Wort, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Doch es reicht nicht, wenn wir uns selbst nicht mit einschließen.
 
Danke
 
Schön, dass es Sie gibt, liebe Leser und Partner. Denn ohne Sie gäbe es meine Arbeit nicht. Könnte ich nicht tun, was ich leidenschaftlich gern tue: Schreiben und Vorträge halten. Ein Feld positiver Gedanken schaffen. Weil wir alle davon profitieren, wenn jeder von uns großzügiger und wohlwollender mit sich selbst umgeht. Dann haben wir etwas zum Abgeben und gehen positiver auf andere zu. Jeder, der dies liest und die Gedanken in Herz und Geist aufnimmt, wird damit andere anstecken. Im besten Sinne. Je mehr Menschen in unserer an Schönheit so reichen Welt positiv unterwegs sind, desto stärker profitieren wir alle, jeder Einzelne von uns, davon. Lassen Sie uns gemeinsam positive Kreisläufe schaffen, in denen wir gesund bleiben und uns wohl fühlen.
 
Danke, dass Sie mir so oft sagen, wie wichtig Ihnen meine Arbeit ist und Danke, dass Sie meine Gedanken mit Ihren Familien und Teams besprechen und damit weitertragen. Schön, dass es uns gibt. Ich wünsche uns allen ein altes und neues Jahr voller Aufmerksamkeit für uns selbst, die Menschen neben uns und die vielen kostbaren Dinge, die unser Leben ausmachen. 

 


Veröffentlicht am: 01.01.2018

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