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Samstag, 22. September 2018
   
 

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Was Frauen stark macht

Sie reden über Gesundheit

Frauen sind schon lange nicht mehr das „schwache Geschlecht“. Gerade im Umgang mit Krankheiten oder Schmerzen zeigt sich ihre Belastungsfähigkeit und Stärke. Laut WHO nehmen Frauen und Männer ihre gesundheitlichen Probleme anders wahr: Frauen sprechen häufiger über Schmerzen oder Ängste, während es Männern peinlich sei, Schwächen zu zeigen.
 
Prävention und Austausch tragen zur Gesundheit bei


Nicht nur das häufigere Wahrnehmen von Vorsorgeuntersuchungen ist ein Grund dafür, dass Frauen im Schnitt hierzulande immer noch 5 Jahre älter werden als Männer: Bei akuten Krankheiten trägt der Austausch mit Bezugspersonen und das Informieren der Frauen über die eigene Situation zur Entlastung, zum besseren Umgang mit Krankheiten und dadurch zum Wohlbefinden bei.
 
Sensibilität als Stärke

Während sich laut Statistischem Bundesamt nur jede sechste Frau für gesund hält, sind es bei den Männern 25%. Das scheint daher zu kommen, dass Frauen sensibler auf viele Symptome reagieren und sich dadurch auch präventiv mehr engagieren. Eine reine Symptombehandlung lehnen Frauen häufiger ab, lieber gehen sie der Ursache auf den Grund und sind eher bereit, für Ihre Gesundheit den Lebensstil zu ändern, indem sie sich z.B. gesünder ernähren, mehr bewegen oder intensiver auf Entspannungsphasen achten.
 
Das Herz, Schwachpunkt der Frauen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in nahezu allen Industrieländern die Haupttodesursache – sowohl von Frauen als auch von Männern. Laut Weltgesundheitsorganisation gehen in der EU 34 Prozent der Todesfälle bei Männern und sogar 40 Prozent der Todesfälle von Frauen auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zurück.

Junge Frauen vor der Menopause sind erst einmal seltener von Herzkrankheiten oder -infarkten betroffen: Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen senkt nämlich das Blutfett LDL-Cholesterin. Während des Klimakteriums sinkt der Östrogenspiegel, es ist mehr LDL-Cholesterin im Blut vorhanden, welches sich an den Gefäßwänden ablagern kann und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.
 
Lange Zeit wurden koronare Herzerkrankungen als Todesursache bei Frauen unterschätzt, da bei den unter 65-Jährigen der Anteil der Männer, die einen Herzinfarkt erleiden, etwa drei bis vier Mal so hoch ist. Doch inzwischen weiß man, dass schon ab einem Alter von 55 Jahren mehr Frauen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sterben als zum Beispiel an Brustkrebs.
 
Risikofaktoren sind je nach Geschlecht anders gewichtet

Zu den bekannten Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen gehören Nikotinkonsum, Bluthoch­druck, hohe Cholesterinwerte, Diabetes oder Adipositas. Wie stark jedoch der Einfluss der einzelnen Faktoren ist, hängt vom Geschlecht ab: Zum Beispiel sind erhöhte Blutfettwerte (Triglyzeride > 150mg/dl) für Frauen gefährlicher als für Männer, während HDL-Cholesterin-Werte > 50 bis 60mg/dl bei Frauen protektiv wirken.
 
Auch Diabetes mellitus hat bei der weiblichen Bevölkerung einen stärkeren Einfluss auf das Herzinfarkt-Risiko als bei Männern, ebenso wie der Genuss von Zigaretten – bei Frauen genügen ein bis vier Zigaretten pro Tag, um das Infarktrisiko zu erhöhen. Wenn dann noch die Einnahme der Pille dazu kommt, steigt zudem das Risiko, gefährliche Thrombosen zu entwickeln.
 
Achtung: Auch Bauchschmerzen können auf einen Herzinfarkt hinweisen

Typische Herzinfarktsymptome bei Männern sind Brust- oder Armschmerzen, Atemnot oder Schweißausbrüche. In diesem Fall ist man sich der Schwere der Situation bewusst und holt meistens einen Notarzt. Das gefährliche an weiblichen Herzinfarkten ist ihr häufig „stummer“ Verlauf: Die Symptome sind deutlich milder. In manchen Fällen treten nur Übelkeit oder Nackenschmerzen auf!
 
Text: medicalpress
Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 16.05.2018

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