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Donnerstag, 19. Juli 2018
   
 

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Was tun bei kalten Füßen?

Die gute Nachricht: Es gibt Hilfe

Der Winter ist auch die Zeit der Wärmflaschen. Da insbesondere Frauen an kalten Tagen vielfach mit „Eis“-Füßen zu Bett gehen, haben sie zum Wärmen gern ein solches, mit heißem Wasser gefülltes Behältnis im Bett.

Kalte Füße bereiten Männern dagegen meist weniger Probleme, weil sie wegen ihres größeren Muskelanteils nicht so leicht frieren. Muskeln erzeugen nämlich bei ihrer Arbeit Wärme. Frauen verfügen hingegen normalerweise über weniger Muskelmasse, was zur Folge hat, dass ihr Körper ihnen auch weniger Wärme zur Verfügung stellt. Deshalb ist ihnen schneller kalt, auch an den Füßen – und das nicht nur im Winter.

Sind häufig eiskalte Füße im Winter also – für Frauen mehr, für Männer weniger – normal? Nicht unbedingt, warnen Mediziner. Denn hinter den „Eisklumpen“ kann sich auch eine richtige Erkrankung verbergen: So ist zu niederer Blutdruck oft für eine schlechtere Blutzufuhr in den Extremitäten, also Armen und Beinen mit Händen und Füßen, verantwortlich. Gleiches gilt für die Arteriosklerose, die Gefäßverkalkung, die eine ausreichende Blutzirkulation behindern kann. Dieses Risiko ist insbesondere bei Rauchern hoch. Schlechte Cholesterinwerte spielen als mögliche Ursache arterieller Verengungen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Und nicht zu vergessen: Diabetes als ein weiterer möglicher Verursacher von Gefäßschäden. Darüber hinaus können aber auch Stress, seelische Verstimmungen und gereizte Nerven kalte Füße hervorrufen. Um sicherzugehen, dass häufige „Eismauken“ nicht solche medizinischen Ursachen haben, empfiehlt sich deshalb ein Besuch beim Hausarzt.

Die natürlichen Gründe für kalte Füße auch bei Männern sind tiefe Temperaturen. Darauf reagiert der menschliche Körper mit einer Schutzfunktion: Er schirmt die lebenswichtigen Organe in der Körpermitte und das Gehirn vor der Kälte ab, indem diese Bereiche vordringlich mit Blut – und damit Wärme – versorgt werden. Derweil geht die Blutzufuhr in die Gliedmaßen entsprechend zurück. Weniger Blut in Händen und Füßen wiederum bedeutet, dass wir dort schneller frieren. Das Prinzip „Körpermitte first“ kann im Extrem sogar so weit gehen, dass der Körper das Absterben bzw. Erfrieren von Fingern oder Zehen in Kauf nimmt – Hauptsache die wichtigen Organe sind vor der Kälte geschützt.

Außerdem kann falsche Bekleidung ein Auskühlen von Händen und Füßen begünstigen, bei Letzteren insbesondere zu leichtes oder zu enges Schuhwerk sowie zu dünne Strümpfe. Nasse Füße kühlen ebenfalls schneller aus. Deshalb können auch Schweißfüße eine höhere Kälteempfindlichkeit in den unteren Gliedmaßen bedingen.

Aber kalte Füße müssen nicht sein! Als erste und einfache Gegenmaßnahme empfehlen sich dicke Strümpfe, die jedoch nicht zu eng sitzen sollten, um die Blutzirkulation nicht zu behindern. Außerdem darf das Schuhwerk nicht zu dünn und muss ausreichend bequem sein, ebenfalls unter dem Aspekt, das Blut ungestört zirkulieren zu lassen. Um den Blutkreislauf in den Füßen auf Trab zu halten bzw. zu bringen, bieten sich ferner Fußgymnastik, Massagen und warme Fußbäder mit einer Temperatur zwischen 35 und 40 Grad Celsius an. Vordringliches Ziel aller Maßnahmen gegen kalte Füße ist es, den Blutkreislauf in den Extremitäten in Gang zu halten bzw. zu bringen.

Dazu können auch Veränderungen der Lebensweise beitragen, wie zum Beispiel der Verzicht auf Tabak und Kaffee. Denn Koffein und Nikotin verengen die Blutgefäße – speziell in Armen und Beinen. Gut für die Blutzirkulation in Beinen und Füßen sind auch ausreichendes Trinken – keinen Alkohol! – sowie selbstverständlich Bewegung und Sport. Und im Zweifel kann beim Einschlafen tatsächlich die gute alte Wärmflasche Wunder wirken.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 16.02.2018

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